Mittwoch, 20. Februar 2013

Gemüse-Frühjahreskulturen im Kleingewächshaus

Kohlrabi und Salat kann man schon bald
ins ungeheizte Gewächshaus pflanzen
Was man mit einem Kleingewächshaus ab Ende Februar/Anfang März schon alles anstellen kann, hängt vom speziellen Gewächshaus (Eindeckungsmaterial, Isolierung etc.) und seiner Technik/Klimatisierung (Temperatureinstellung durch Heizen und Lüften) ab.

Am gebräuchlichsten sind bei uns ungeheizte, einfache Kleingewächshäuser, wie beispielsweise begehbare Folientunnel, einfache Glashäuser und Stegdoppelplatten-Gewächshäuser – nicht zuletzt, weil sie in der Anschaffung günstiger sind und auch keine Heizenergie verbrauchen. In diesen Gewächshäusern ist es bei geschlossener Lüftung nachts nur wenige Grad wärmer als draußen. Tagsüber kann es an sonnigen Tagen wegen des Treibhauseffekts aber bereits sehr warm werden, wenn man nicht rechtzeitig lüftet.

Gemüse-Frühjahrsanbau im Gewächshaus

In manchen dieser einfachen, unbeheizten Gewächshäusern stehen noch Feldsalat und Spinat, die im vergangenen Herbst ausgesät oder gepflanzt wurden – die Beete können jetzt an frostfreien Tagen abgeerntet werden.

Ab Mitte oder Ende Februar beginnt man im unbeheizten Gewächshaus mit der Vorbereitung des Bodens für die Frühjahreskulturen, damit man ab Ende Februar/Anfang März die ersten Gemüse pflanzen kann, beispielsweise Kohlrabi, Rettich, Kopfsalat oder Eissalat. Diese frühen Pflanzgemüse sind bis circa Ende April/Anfang Mai abgeerntet und machen dann Platz für die Pflanzung der Sommerkulturen wie Tomaten, Auberginen, Chili, Paprika und Gurken.

Die ersten Sätze der Frühjahrskulturen schützt man zu Anfang mit ein (tagsüber) bis zwei (nachts) Lagen Vlies. Nachts kann man sie zusätzlich auch mit Zeitungspapier oder Stroh abdecken, wenn tiefe Minusgrade vorhergesagt werden – oder man deckt das ganze Gewächshaus mit Strohmatten zu. Wenn es frostfrei ist, sollte tagsüber rechtzeitig gelüftet werden, um die Temperaturschwankungen in Grenzen zu halten.

Statt zu pflanzen, kann man ab Ende Februar/Anfang März auch direkt im Gewächshaus oder im Frühbeet Gemüse aussäen, beispielsweise Spinat, Kresse, Radieschen, frühe Erbsen etc. Wichtig sind die richtigen Gemüsesorten: Im Frühjahr wählt man man Frühsorten.

Gemüse-Anzucht im Gewächshaus

Gemüseaussaaten im warmen Gewächshaus
Wer ein warmes Gewächshaus hat (oder zumindest in einer Anzuchtskabine oder auf der Fensterbank etwa 20 bis 25 Grad Celsius halten kann), der kann sein Gewächshaus auch für die Aussaat und Jungpflanzenanzucht nutzen. Im Februar werden Paprika und Auberginen für die Pflanzung Ende April ins Gewächshaus ausgesät. Ab Mitte März werden auch die ersten Tomaten ausgesät. Nach der Keimung der Samen werden die Pflanzen vereinzelt und etwas kühler gestellt. Die Jungpflanzenphase dauert bis Anfang Mai - dann werden die Pflanzen ins Gewächshaus oder Tomatenhaus gepflanzt. Tomaten für das Freiland sät man erst ab Ende März aus.

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Dienstag, 19. Februar 2013

Mein Traum-Gartenhaus

Artikelkennzeichnung siehe untenIch muss zugeben, mir fehlt noch der eigene Garten, aber der kann ja noch kommen – vom Gartenhaus träumen kann ich ja schon mal. Ins Träumen gerate ich nämlich, wenn ich bei
www.gartenhaus-gmbh.de, einem Experten für Holz-Gartenhäuser, stöbere. Gartenhäuser unterschiedlicher Größe, Gerätehäuser, Pavillons, Holzgaragen, Saunahäuser, Kinderspielhäuser, Wochenendhäuser und Blockhäuser gibt es da – und das sind nur Beispiele.

Mir haben es besonders die achteckigen Gartenpavillons angetan – die sehen so hübsch aus, dass sie jeden Garten aufwerten. Mir gefallen vor allem die großen unterteilten Fenster. So ein Holz-Gartenpavillon wäre für mich im Sommer ein schöner Rückzugsort zum Schreiben und im Winter könnte ich im Gartenpavillon vielleicht ein paar Kübelpflanzen unterbringen – solche, die zwar Schutz brauchen, aber nicht völlig frostfrei stehen müssen.

Aber wenn ich ein Grundstück irgendwo in schöner Lage hätte – mein Traum wäre das Nordufer des Chiemsees -, dann würde ich mir da wohl ein Wochenendhaus aus Holz daraufstellen – eines mit großer Terrasse, damit wir – mein Traum-Hund (ein flauschiger Berner Sennenhund) und ich sowie unser Besuch - auch bei einem warmen Sommerregen draußen sitzen bleiben könnten.

Die Auswahl an Gartenhäusern ist inzwischen sehr groß – nicht nur hinsichtlich Materialien und Größe, sondern auch was den Style angeht, schließlich mag es der eine eher traditionell, der andere modern. Und natürlich muss ein Gartenhaus als Saunahaus anders beschaffen sein als eine Holzgarage, ein Gerätehaus oder das Blockhaus für den Schrebergarten.

Bei www.gartenhaeuser.org erhält man Informationen von der Anschaffung, über den Aufbau bis zur Pflege von Holz-Gartenhäusern und man kann Gartenhäuser vergleichen. Dort lese ich gerade, dass für mein großzügiges Traum-Gartenhaus mit Terrasse aus Holz, das ich als Wochenendhaus nutzen möchte, eine Blockbohlenstärke (Wandstärke) von 50/70 wohl am besten geeignet wäre. Und für mein Traum-Gartenhaus würde ich natürlich nur das Beste nehmen – auch hinsichtlich Stabilität und Wetterschutz.

Gartenpavillon und Wochenendhaus – ich habe für meine beiden Favoriten schon mal Lesezeichen erstellt.

* Sponsored Posts sind informative Artikel im Auftrag meiner Werbepartner

Dienstag, 5. Februar 2013

Unkrautbekämpfung im Gemüsebeet und auf anderen Flächen im Garten

Damit Unkraut nicht zur Plage wird, fängt man mit der Unkrautbekämpfung am besten schon bei der Beetvorbereitung an - natürlich ökologisch! Es werden Methoden für das Gemüsebeet, Staudenbeet und für die Flächenpflege vorgestellt.

Brennessel: Unkraut, Wildgemüse oder Artenvielfaltförderer
(Futter für Raupen von Schmetterlingen)?
Eigentlich sagt man ja gar nicht mehr Unkraut, denn "Unkräuter" sind Pflanzen wie andere auch - oft fallen sie sogar in die Kategorie Wildgemüse oder Heilpflanzen. Viele sind wichtig für die Artenvielfalt in der Natur. Nur stehen sie beispielsweise im Gemüsebeet an einer Stelle, wo man sie nicht will, weil sie dort Licht-, Wasser- und Nahrungskonkurrenten zu den Kulturpflanzen sind.

Wie bei fast allem, gibt es auch bei der Bekämpfung von Unkraut im Garten vorbeugende Maßnahmen und die direkte Bekämpfung.

Unkrautbekämpfung durch "falsches Saatbett"

Bald beginnt die (Haupt-)Ausaat- und Pflanzzeit von Gemüse - zuerst im Gewächshaus und Frühbeet und wenig später auch im Freiland. Saatgut benötigt zum Keimen Wärme und Feuchtigkeit - das gilt auch für Unkrautsamen. Sät oder pflanzt man in ein gut vorbereitetes feinkrümeliges Beet, dann wachsen da nicht nur die gewünschten Kulturpflanzen, sondern auch die Unkrautsamen, die in der Erde schlummerten, bis sie durch die Bodenbearbeitung nahe genug an die Oberfläche kamen.
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Mit einem Trick - einem so genannten "falschen Saatbett" - kann man jedoch die Zahl der Unkräuter reduzieren: Man bereitet das Gemüsebeet schon zwei Wochen vor der Pflanzung sorgfältig vor und gießt es. Das Unkraut beginnt zu keimen. Kurz vor der eigentlichen Pflanzung nimmt man den Unkrautwurzeln den Kontakt zum Boden, indem man das Beet vorsichtig und oberflächlich hackt. Das macht man am besten an einem trockenen, warmen Tag, damit das Unkraut schnell vertrocknet. Achtung: Stärkere Bodenbewegungen muss man jetzt vermeiden, damit man nicht neue schlafende Unkrautsamen aus tieferen Schichten nach oben holt. Pflanzt man nun in das so vorbereitete Beet haben die Gemüsepflanzen oder Stauden einen schönen Vorsprung, bis eventuell tiefer liegende Unkrautsamen auskeimen. Zwar stammt die Methode aus dem Gemüsebau, doch lässt sie sich auch bei der Neuanlage von anderen Beeten wie beispielsweise einem Staudenbeet anwenden.

Unkrautbekämpfung mit Heißdampf oder Heißwasser-Schaum

Die Heißdampfmethode wird schon lange in manchen Betrieben im Erwerbsgartenbau vor der Pflanzung angewendet: Über das Beet wird eine dampfundurchlässige Haube gelegt und Dampf eingeleitet. Nach nur wenigen Minuten Einwirkzeit sind die Samen in Oberflächennähe nicht mehr keimfähig. Zu sehen ist die Methode beispielsweise hier in einem Gewächshaus: Foliendaempfung (Hans Dieter Seifert, YouTube).

Die Unkrautbekämpfung mit Heißwasser Hochdruckreiniger* oder mit Heißwasser-Schaum wird eher in der Flächenpflege beispielsweise auf Wegen, an Beeträndern und zwischen Gehölzen eingesetzt.

Unkrautbekämpfung mit Heißwasser-Schaum (Video: Iprosiserlohn, YouTube)


Unkrautbekämpfung durch Mulchen

Unkrautbekämpfung mit gelochter Mulchfolie
funktioniert, ist aber nicht so ökologisch.
Unkraut lässt sich durch Bodenbedeckung bzw. Mulchen unterdrücken - durch den Lichtentzug, können sich die Pflanzen nicht entwickeln - entweder sie keimen erst gar nicht oder sie kümmern unter der Mulchdecke dahin. Zum Mulchen eignen sich Stroh, Grasschnitt und andere natürliche Materialien. Im Handel gibt es auch Mulchfolie - auch die funktioniert, aber sie ist wegen des Ressourcenverbrauchs und der Abfallbeseitigung nicht so ökologisch.

Unkrautbekämpfung bei Mischkultur - durch Verdrängung







Auch eine gepflanzte Mischkultur, bei der der Boden durch abwechselnd breit- und hochwachsende Pflanzen gut ausgenutzt wird, verhält sich ähnlich wie eine gemulchte Fläche. Nur zu Anfang muss noch ein oder zwei Mal durchgehackt werden.

Hat man Reihen mit hochwachsenden Gemüsen wie Tomaten oder Gurken, können zwischen die Reihen gesäte Pflanzen das Unkraut unterdrücken, bis die Hauptkulturen breit und kräftig sind. Zwischen die Reihen aussäen kann man: Gründüngungspflanzen, Gemüse (Radieschen, Pflücksalat, Schnittsalat, Spinat etc.), Kräuter, Sommerblumen etc. Dabei ist jedoch zu beachten, dass diese Pflanzen auch Wasser und Nährstoffe benötigen.

Unkrautbekämpfung durch Vorziehen statt Direktsaat

Hier hat das Unkraut keine Chance mehr: Der Feldsalat
wurde vorgezogen und in Büscheln ausgepflanzt.
Sät man sein Gemüse und die Kräuter ins Beet, starten diese Kulturpflanzen zusammen mit dem Unkraut. Je nach Wüchsigkeit des Unkrauts können da manche Kulturpflanzen - vor allem die mit langer Keimphase - ins Hintertreffen geraten. Wenn man dagegen das Gemüse an einem geeigneten Platz - z. B. im Gewächshaus oder auf einer hellen Fensterbank - vorzieht und erst auspflanzt, wenn es kräftig genug ist, dann haben Gemüse und Kräuter einen Vorsprung vor dem Unkraut und unterdrücken es oft sogar (statt umgekehrt).


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Unkrautbekämpfung im Pflanzenbestand

Ist das Unkraut einmal da und man will verhindern, dass es sich ausbreitet, dann hilft nur noch Unkraut zupfen ("Grasen", wie der Bayer sagt), Hacken (mit einer Handhacke, Unkrauthacke mit Stiel oder - bei weiten Pflanzabständen und bevor sich die Wurzeln ausgebreitet haben - eventuell eine schmale Elektro-Bodenhacke bzw. Motorbodenhacke/Kultivator) oder - ebenfalls bei noch weiten Abständen - Abflammen (mittels "Unkrautbrenner" - Vorsichtsmaßnahmen beachten!).

Unerwartet, aber nicht unerwünscht:
Kapuzinerkresse, die sich zwischen den
Töpfenselbst ausgesät hatte
Aber manchmal kommt einem das "Unkraut" auch gerade recht, wie die Kapuzinerkresse im Bild, die sich einfach zwischen die Kübel ausgesät hatte und nun die Aubergine im Kübel umrankt. Schließlich sieht sie nicht nur schön aus, sondern ist essbar und liefert gesunde, pikante Blätter und Blüten für einen bunten Salat.

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* Werbelink

Siehe auch:
Unkraut im Rasen - wie bekämpfen?