Donnerstag, 31. Juli 2014

Blaue Bohnen werden beim Kochen grün

Stangenbohne 'Blauhilde', Tomate 'Maglia Rosa'
und eine Kapuzinerkresse teilen sich einen Kübel
Die Ernte aus dem eigenen (Topf-) Garten macht am meisten Spaß und schmeckt am besten. Mein Versuch mit Stangenbohne 'Blauhilde' im Kübel bescherte mir schon nach knapp elf Wochen Kulturzeit die ersten knackigen, lila-blaufarbenen Hülsen. Beim Kochen erlebte ich dann kein blaues, sondern ein grünes Wunder.

Am 19. Mai habe ich die Samen der Stangenbohne 'Blauhilde' in einen Kübel gesät. Auf meiner Südseitenterrasse keimten und wuchsen die Bohnenpflanzen sehr schnell, obwohl sie mit einer Tomatenpflanze und einer Kapuzinerkresse im selben Kübel um Nährstoffe und Wasser konkurrieren musste. Ab und zu musste ich sie von der Tomate abwickeln und den Weg zum Spalier zeigen. Heute, knapp elf Wochen später habe ich die ersten der lila-blauen Bohnen geerntet.

Die ersten blauen Bohnen

Für ein Bohnengericht hat die Erntemenge zwar noch nicht gereicht, aber zusammen mit ein paar überfälligen Champignons und Pasta wurde daraus ein sehr schmackhaftes und sättigendes Gericht. Die Bohnen waren zart und ohne Fasern.

Hitze macht blaue Bohnen grün

Bohnen enthalten viel Protein. Aber rohe Gartenbohnen sind wegen ihres enthaltenen Phaseolins gesundheitsschädlich, erst durch das Kochen werden sie zu einem wertvollen Gemüse. Übrigens färbten sich die blauen Bohnen beim Kochen grün. Das liegt daran, dass das für die lila-blaue Farbe zuständige Anthocyan auf der Außenfläche der Bohnen durch Hitze zerfällt, wodurch die Bohnenfrüchte dann grün werden.






Bohnen-Champignons-Gemüse auf Fettuccine

Rezept für 2 Personen

Zutaten
1 kleine bis mittelgroße Zwiebel (ersatzweise Porree oder Frühlingszwiebel)
2-3 Handvoll lange Bohnen
3-4 Handvoll Champignons
2-3 EL Olivenöl
2 TL Butter
400 ml Gemüsebrühe
1 EL lösliches Mehl (Instant-Mehl oder Wiener Griessler)
3 bis 6 EL Sahne oder D-Milch
einige Zweiglein Thymian
ein wenig Petersilie
Fettuccine oder andere Pasta für 2 Personen

Zubereitung
Gemüse:
Olivenöl erhitzen, feingehackte Zwiebel hineingeben, gewaschene und geschnittene Bohnen dazu. Unter Rühren braten lassen. Champignons blättrig schneiden und mitbraten. Nach ca. 15 Minuten mit der Brühe ablöschen, Thymianzweiglein dazugeben und dünsten lassen. Nach weiteren, etwa 20 Minuten Thymian entfernen, Butter hineingeben, Mehl darüber stäuben und umrühren, Herd ausstellen, etwas Sahne oder Dosenmilch hinzugeben, Petersilie dazu, umrühren.

Parallel zum Gemüse die Fettuccine nach Anleitung auf der Verpackung kochen und abseihen.

Die lila-blauen Bohnen sind nach dem Kochen grün.
Guten Appetit!

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Mehr über -> Gemüse vom Balkon

Dienstag, 29. Juli 2014

Tomate 'Maglia Rosa' im Topfgarten-Test

Tomate 'Maglia Rosa'.
Die Früchte sind etwa so groß wie eine Zwetschge.
Ich liebe Tomaten - als Pflanzen und als Gemüse. Und obwohl ich nur wenig Platz für den Gemüse- und Kräuteranbau auf meiner Terrasse habe, baue ich jedes Jahr auch Tomaten an - mal die kleinwüchsigen Balkontomaten im Topf, mal höhere Stabtomaten im Kübel. Dieses Jahr habe ich mich für eine, mir bis dahin unbekannte Buschtomaten-Sorte entschieden: Tomate 'Maglia Rosa'.

Ich habe die Tomate als Jungpflanze im Internet bestellt. Schon bei ihrer Ankunft wirkte sie zarter, als ich es gewohnt bin, aber sie war gesund. Ich pflanzte sie in den vorderen Teil eines großen Kübels, dahinter säte ich Stangenbohnen 'Blauhilde' aus, die an einem Spalier hochranken sollten. Unvorhergesehenerweise tauchte auch noch eine Kapuzinerkresse im Kübel auf.

Tomate, Stangenbohnen und Kapuzinerkresse wuchsen auf meiner Südseitenterrasse gemeinsam im Kübel sehr gut, sie haben zusammen aber auch einen hohen Nährstoff- und Wasserbedarf.

Tomate 'Maglia Rosa' wenige Wochen nach der Pflanzung
Die Tomate 'Maglia Rosa' wurde zwar nicht, wie in ihrem Porträt angegeben, bis zu 1,50 m hoch, sondern sie stoppte ihr Längenwachstum bei etwa 90 cm. Aber sie bildete viele Nebentriebe und sehr viele ihrer kleinen, länglichen Früchte.

Die Blätter der 'Maglia Rosa' sind weicher und zarter als die der Tomatensorten, die ich bis dahin ausprobiert hatte. Meinem Eindruck nach konnte ihnen direkte Sonneneinstrahlung und Hitze durchaus zusetzen, weswegen ich der Tomatenpflanze (und mir) während der Hitzetage im Juli einen Sonnenschirm aufspannte.



Während der nachfolgenden Regenfälle wurde die Pflanze oft nass und die Feuchtigkeit hielt sich über Stunden auf den Blättern. Aber obwohl ein Kartoffelfeld südwestlich von der Terrasse liegt, wurde sie bis heute (Stand: Mitte August) nicht krank. Ich bin gespannt, ob sie ganz oder wie lange sie von der Kraut- und Braunfäule verschont bleibt.

Die Buschtomate 'Maglia Rosa' trägt reichlich Früchte.
Inzwischen beginnen die Früchte der 'Maglia Rosa'-Tomate mit der Reifefärbung und diese Woche konnte ich sogar die ersten ernten (Bild oben rechts).

Die Fruchtfarbe der reifen Frucht ist ein helles Rot mit einer leichten hellen Flammung. Den Geschmack der 'Maglia Rosa' stufe ich persönlich bei gut bis sehr gut ein. Früh geerntet empfand ich das Frucht-Süße-/Säure-Verhältnis als sehr angenehm, mit zunehmender Vollreife wird sie milder im Geschmack und ein klein wenig mehlig.

Die Tomate 'Maglia Rosa' eignet sich meiner Meinung nach als Snack- und Salattomate. Zum Kochen ist sie fast ein wenig zu schade.

Nachtrag:
Inzwischen habe ich herausgefunden, dass die Tomatensorte 'Maglia Rosa' von Fred Hempel in Sunol/Kalifornien gezüchtet wurde. Vertrieben wird sie in den USA von Artisan Seeds, dem zu seiner Baia Nicchia Farm gehörigen kleinen Züchtungsunternehmen. Die Sorte 'Maglia Rosa' ist samenecht. Samen und Jungpflanzen kann man auch über Tauschbörsen und Saatgut/Pflanzen-Shops in Deutschland im Internet kaufen - einfach eine der vielen Suchmaschinen benutzen.


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Dienstag, 22. Juli 2014

Umfrage unter Freizeitgärtnern - kurz und schmerzlos!

Eure Meinung ist gefragt: Es sind nur wenige Fragen und die Beantwortung dauert bloß ein paar Minuten. -> Direkt zur Umfrage!

Warum ich diese Befragung mache 
Ich habe manchmal den Eindruck, dass Gärtner und der Handel nicht genug über Hobbygärtner, Kleingärtner, Balkongärtner, Urban Gardener und alle anderen Freizeitgärtner, und was ihnen wichtig ist, wissen. Wenn ich gelegentlich Artikel in einer Gärtnerzeitschrift schreibe, bei denen es um die Sichtweise von Freizeitgärtnern geht, stütze ich mich auf meine persönlichen Eindrücke, die ich durch Fragen an mich und durch meine Vernetzung bei Facebook, Googe+ und Twitter gewinne. Mit dieser kleinen Befragung möchte ich überprüfen, ob mein Eindruck stimmt bzw. welche Prioritäten wir (denn ich bin ja selbst auch begeisterte Hobbygärtnerin) haben.

Beispielsweise habe ich den Eindruck, dass Freizeitgärtner in Blumen viel mehr als nur Deko sehen, dass viele von uns beispielsweise wollen, dass die Pflanzen, die wir auf den Balkon oder in den Garten pflanzen, auch für Bienen gut sind (unbelastet von Pestiziden und gute Nahrungslieferanten für Bienen, Hummeln und andere Nützlinge sind). Das Gegenteil - nämlich starke Pestizidbelastung - kam bei einer Greenpeace-Studie (u. a. in deutschen Baumärkten) kurz vor der Balkonsaison heraus. Dass es soweit kommen konnte, hatte, glaube ich, auch damit zu tun, dass dem Handel wohl nicht klar war, worauf Hobbygärtner Wert legen, und dass fälschlicherweise angenommen wurde, es käme uns nur auf ein perfektes Äußeres bei möglichst niedrigem Preis an.

Mit der Befragung möchte ich eine Statistik haben, an der ich mich ein wenig festhalten kann. Die Umfrage und die Ergebnisse könnten Beleg und Anlass für entsprechende Veröffentlichungen sein - vorausgesetzt, dass genügend mitmachen.

Hundertprozentig repräsentativ kann die Umfrage zwar nicht sein, weil (bisher?) nur Internetnutzer befragt werden und weil vor allem fortgeschrittenere und vernetzte Freizeitgärner mitmachen werden. Aber trotzdem sind interessante Ergebnisse möglich. Wenn mindestens 100 Freizeitgärtner teilnehmen, werde ich die Ergebnisse zumindest im eigenen Blog veröffentlichen.

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Nachtrag am 6.5.2015
Die Umfrage wurde gestern beendet.

Samstag, 19. Juli 2014

Der NX5128 Royal Gardineer Rasenmäher-Roboter im Praxistest

Schnurr, schnurr, schnurr - den Rasen mäht heute bei uns ein fleißiger Roboter. Er heißt NX5128 Royal Gardineer und ist ein vollautomatischer Rasenmäher-Roboter von Pearl. (Sponsored Post*)
Vor dem Rasenmäher-Test: Der Gartenhelfer wird etwas eifersüchtig beäugt.
Alle sind sich einig: Er macht optisch was her!
Kennen Sie das: Samstag morgens noch einmal umdrehen, während die Spülmaschine schon arbeitet? Es ist ein gutes Gefühl, wenn man weiß, dass schon etwas an Hausarbeit vorwärtsgeht, auch wenn man selbst noch nicht ganz soweit ist, an einem Auftrag arbeitet oder sich auf etwas anderes konzentrieren muss. Wie die Spülmaschine für den Abwasch und die Waschmaschine für das Wäschewaschen wäre auch ein Helfer für das Rasenmähen recht.

Willkommen, NX5128 Royal Gardineer Rasenmäher-Roboter!

Als das Paket mit dem Rasenmäher-Roboter morgens vor meiner Tür stand, bekam ich zuerst einen Schreck, wegen dessen Größe, aber der Rasenmäher-Roboter war einfach nur gut und sicher für die Reise verpackt. Tatsächlich lässt er sich sehr praktisch und auf kleinem Raum aufbewahren.
Der NX5128 Royal Gardineer Rasenmäher-Roboter nach dem Auspacken
Im Lieferumfang enthalten waren übereinstimmend mit der Bedienungsanleitung:
  • Rasenmäher-Roboter 
  • Ladestation 
  • Ladegerät 
  • Fernbedienung 
  • 100 m Begrenzungsdraht 
  • 100 "Absteckpfähle" (knapp 9 cm lange Kunststoffstäbchen) 
  • 4 "Pflöcke" (20 cm lange Metallschrauben) 
  • 2 Ersatzklingen 4 cm 
  • 2 Schlüssel 
  • 2 Batterien 
  • Bedienungsanleitung 
Zusätzlich fand ich in dem Tütchen mit den Schlüsseln noch 10 rote Plastikteilchen und einen kleinen Inbusschlüssel vor, mit denen ich aber nichts anzufangen wusste, weil sie in der Bedienungsanleitung nicht erwähnt sind. Handwerklich erfahrenere Menschen wüssten wahrscheinlich, was man damit zaubern kann.

Mein erster Eindruck vom NX5128 Royal Gardineer Rasenmäher-Roboter

Nach dem Auspacken begutachtete ich den NX5128 Royal Gardineer Rasenmäher-Roboter von allen Seiten und drehte ihn auch auf den Kopf. Auf mich wirkte er vertrauenserweckend, ordentlich verarbeitet und robust. Die schwarze Farbe finde ich edel, weiß aber nicht, ob sich die bei großer Hitze eventuell nachteilig auswirkt.
Werkseitig ist der NX5128 Royal Gardineer Rasenmäher-Roboter mit 3-cm-Klingen ausgestattet.
Werksseitig sind Klingen für einen 3 cm hohen Schnitt eingesetzt. Mir kam die tatsächliche Schnitthöhe allerdings etwas höher vor, was aber auch an den Unebenheiten in unserer Fläche liegen kann.

Mit seinen 19,5 kg ist der NX5128 Royal Gardineer für mich nicht ganz leicht herumzutragen - aber das muss man ja normalerweise auch nicht – denn, wenn er einmal sein Heim im Garten eingerichtet bekommen hat, räumt er sich sozusagen selbst auf.

Erst einmal die Gebrauchsanleitung lesen

Bevor ich ein neues Elektrogerät in Betrieb nehme, studiere ich gründlich die Gebrauchsanleitung. Hier wird mein erster guter Eindruck oft genug enttäuscht. Aber nicht so beim NX5128 Royal Gardineer! Ich fand die Bedienungsanleitung ansprechend gemacht, gut gegliedert und in verständlichem Deutsch geschrieben. Lieferumfang, Sicherheitshinweise, Produkthinweise, technische Daten, Wartung, Fehlersuche und so weiter - alles war dabei. Einige der Abbildungen hätten vielleicht etwas größer sein können, eventuell hätte man auch noch einen Punkt "Erste Inbetriebnahme" vor allem in Hinsicht auf die Einbindung der Fernbedienung sowie grundsätzlich etwas über manuelle und automatische Nutzung einfügen können. Aber als technische Redakteurin bin ich zugegebenermaßen ein wenig pingelig, was Gebrauchsanleitungen anbetrifft. Auf jeden Fall war ich mit der Anleitung in der Lage, den NX5128 Royal Gardineer Rasenmäher-Roboter in Betrieb zu nehmen.

Den NX5128 Royal Gardineer Rasenmäher-Roboter arbeitsbereit machen

Erst die Arbeit, dann das Vergnügen. Bevor man den NX5128 Royal Gardineer Rasenmäher-Roboter das erste Mal arbeiten lassen kann, muss man zunächst einmalig selbst etwas tun:

Zum Aufladen seines Akkus fährt der Mäher, wenn er auf automatisch eingestellt ist, selbstständig zur Ladestation. Hier beginnt und endet auch der Begrenzungsdraht, der dem Mäher signalisiert, bis wohin er beim vollautomatischen Mähen arbeiten soll. Über den Begrenzungsdraht findet der Rasenmäher-Roboter auch zielsicher zurück zur Ladestation.
  1. Die Ladestation einrichten
    Das Heim des Rasenmäher-Roboters, die Ladestation, benötigt einen trockenen, regen- und hitzegeschützten Platz, angrenzend an den Rasen und auf dem Begrenzungsdraht. Sie wird mithilfe der 4 "Pflöcke" - eigentlich riesengroße Schrauben - am Boden befestigt. Von der Rasenfläche aus betrachtet, müssen die Ladekontakte der Ladestation nach links zeigen, damit der Rasenmäher-Roboter gut einparken kann. 
  2. Die zu mähende Fläche abstecken und vorbereiten
    Der Rasenmäher-Roboter muss wissen, wo er mähen darf und wo nicht - schließlich sollen die Blumenbeete nicht versehentlich auch gekürzt werden. Außerdem soll er nicht an jedes Hindernis rumpeln, sondern Abstand halten - auch wenn er einen Kollisionssensor hat, der ihn von höheren Hindernissen automatisch fernhält. Damit sich der Rasenmäher-Roboter auskennt, wird also die zu mähende Fläche mit einem Begrenzungsdraht umrandet. Den ummantelten Draht befestigt man, nachdem man ein Stückchen Ummantelung entfernt hat, an der einen Seite der Ladestation mittels einer Klemme, dann wird er um die Fläche geführt und endet auf der anderen Seite der Ladestation in einer zweiten Klemme. Den Draht kann man entweder leicht eingraben oder mithilfe der mitgelieferten "Absteckpfähle" - Kunststoffstäbchen mit Einkerbungen – dicht (!!!) an den Boden heften. Bei einem empfohlenen Stäbchenabstand von 50 cm ist da also erst einmal einiges zu tun. Übrigens soll der Begrenzungsdraht möglichst ohne scharfe Ecken, sondern lieber abgerundet verlegt werden und es sollte möglichst keine Winkel kleiner als rechtwinklig (unter 90°) geben.
    Vor dem Mäheinsatz sollten immer zuerst Steine, Zweige, Draht und Ähnliches vom Rasen entfernt und kontrolliert werden, ob der Begrenzungsdraht noch vorschriftsmäßig und bodentief verlegt ist. 
  3. Die Schnitthöhe einstellen
    Man kann die werkseitig befestigten 3-cm-Klingen gegen die mitgelieferten 4-cm-Klingen austauschen. Das ist im Allgemeinen nicht nötig. Ein höherer Schnitt ist vom Aspekt der Rasenpflege her dann empfehlenswert, wenn der Rasen einmal länger geworden ist, beispielsweise nach dem Winter oder nach dem Urlaub. Wenn man den Rasenmäher-Roboter jedoch frühzeitig und regelmäßig arbeiten lässt, muss man die Schnittlänge nicht verändern. 
  4. Das Ladegerät an die Ladestation und dann an die Steckdose anschließen
    Wer das Ladegerät des NX5128 Royal Gardineer Rasenmäher-Roboter in eine Steckdose in einem bewohnten Zimmer oder Arbeitszimmer an die Steckdose hängt, sollte wissen, dass es während des Ladens ein leises Rauschen von sich gibt. 
  5. Rasenmäher starten
    Zum Starten des Rasenmäher-Roboters nutzt man einen der mitgelieferten Schlüssel und löst zusätzlich über einen Knopf an der Rückseite die Arretierung. 
Ist der Rasenmäher-Akku fertig aufgeladen, kann der NX5128 Royal Gardineer Rasenmäher-Roboter mit der Arbeit beginnen.

So funktioniert der Rasenmäher-Roboter

Der NX5128 Royal Gardineer wird von Pearl für Rasenflächen bis 1500 m2 empfohlen. Zwei rotierende Messer schneiden Gras und Unkraut ab. Der Rasenmäher-Roboter kann mit der Fernbedienung manuell ferngesteuert oder auf Auto-Mähen innerhalb der Begrenzung gestellt werden. Mit der Fernsteuerung kann man außerdem die Geschwindigkeit verändern, links und rechts steuern, das Mähen ab- oder anschalten, das Gerät über den Ein-/Ausschalter sofort stoppen. Auch am Rasenmäher-Roboter befindet sich ein Knopf zum sofortigen Ausschalten. Mit einer Batterieladung schafft der NX5128 Royal Gardineer Rasenmäher-Roboter laut Bedienungsanleitung 600 m2, dann fährt er selbstständig zur Ladestation und tankt Energie für die nächste Runde nach.

Der Rasenschnitt bleibt liegen
Wenn man einen Rasenmäher-Roboter hat, wird der Rasen regelmäßig geschnitten. Der Grasschnitt ist also kurz und kann auf dem Rasen liegen bleiben. So bleibt das abgeschnittene Gras dem ökologischen Kreislauf im Garten erhalten - es wird zuerst zum Futter für Regenwürmer und Bodennützlinge und am Ende wieder zum Dünger für den Rasen selbst.

Sensor-Funktionen
Der NX5128 Royal Gardineer Rasenmäher-Roboter hat laut Bedienungsanleitung vier Sensor-Funktionen:
  • Hebesensor
    Er schaltet das Mähwerk ab, wenn er angehoben wird. Trotzdem sollte man das Gerät laut den Sicherheitshinweisen in der Bedienungsanleitung niemals bei laufendem Motor heben oder tragen. 
  • Neigungssensor
    Bei einer Flächenneigung von mehr als 30° soll sich das Gerät selbstständig abschalten. Für Steilhänge ist der NX5128 Royal Gardineer Rasenmäher-Roboter nicht geeignet. 
  • Kollisionssensor
    Bei Berührung eines höheren Hindernisses ändert der NX5128 Royal Gardineer Rasenmäher-Roboter die Richtung. 
  • Regensensor
    Beginnt es zu regnen, kehrt der NX5128 Royal Gardineer Rasenmäher-Roboter zur Ladestation zurück. 
Technische Daten
Noch ein paar ausgewählte technische Daten zum Rasenmäher-Roboter aus der Bedienungsanleitung:
  • Spannungsversorgung Ladenetzteil: 80 bis 230 V AC / 50 Hz 
  • Ausgang: DC 24 bis 29.4V 
  • Maximale Motorleistung: 85 W Drehzahl: 4.000 U/min 
  • Maximale Neigung der Rasenfläche: 30° 
  • Maximale Bewegungsgeschwindigkeit: 42 cm/Sekunde 
  • Maximale Rasenhöhe: 9 cm 
  • Schnittbreite: 28 cm 

Positiv aufgefallen

Extrem positiv fällt der Preis auf: Im Vergleich zu anderen Roboter-Mähern, die ich bisher in Katalogen gesehen habe, ist der NX5128 Royal Gardineer Rasenmäher-Roboter von Pearl äußerst günstig: Derzeit kostet er sogar nur 599,90 statt 799,90 Euro.

Positiv aufgefallen ist mir beim Testen das leise Arbeiten des NX5128 Royal Gardineer Rasenmäher-Roboter. Laut Pearl-Angaben hat der Rasenmäher-Roboter eine Lautstärke von 74 dBA, aber er kam mir viel leiser vor. Von der Lautstärke her ist dieser Rasenmäher im Vergleich zum Motormäher, der sonst bei uns zum Einsatz kommt, die reinste Wohltat.

Unser Rasen befindet sich teilweise auf einer Dachterrasse auf dem Tiefgaragendach. Teilweise ist der Rasen mit Betonsteinen unterlegt, damit die Feuerwehr das Tiefgaragendach im Notfall befahren kann. Von diesen Betonsteinen hat sich der NX5128 Royal Gardineer Rasenmäher-Roboter überhaupt nicht stören lassen, sondern auch diese Flächen ganz normal gemäht. Auch Unkraut, mit dem wir reichlich gesegnet sind, säbelte er brav um und ließ sich davon bei seiner Arbeit nicht aufhalten.

Kleine Schwächen

Der NX5128 Royal Gardineer Rasenmäher-Roboter ließ sich zwar auch von dickem Löwenzahn nicht bremsen, aber sein Schnitt ist nicht so sauber wie bei einem Spitzen-Rasenmäher. Hier darf man nicht zu hohe Ansprüche stellen.

Nicht ganz ideal finde ich, dass man, um die Schnitthöhe zu verändern, die Klingen austauschen müsste. Allerdings: Wenn man das Gerät regelmäßig in Gebrauch hat, muss die Schnitthöhe nicht verstellt werden.

Ein bisschen schade fand ich, dass die großen Metallschrauben, mit denen die Ladestation am Boden befestigt werden kann, nicht ohne Schwierigkeiten durch die vorgebohrten Löcher passen. Aber das ist nur eine Kleinigkeit.

Was ich grundsätzlich nicht ganz einfach finde, ist, für einen Rasenmäher-Roboter eine trockene, vor Hitze geschützte Stelle am Rande der Mähfläche und auf dem Begrenzungsdraht zu finden, um dort seine Ladestation zu positionieren. Man benötigt fast einen zuverlässigen Regen- und Sonnenschutz zum Überstülpen, wobei auch seitliches Einlaufen von Wasser ausgeschlossen sein muss. Die Alternative wäre, Ladegerät und Ladestation vor jedem Regen wegzuräumen. Doch dazu muss man jedes Mal die Klemmen öffnen, mit denen der Begrenzungsdraht an der Ladestation befestigt ist, und die Schrauben lösen, mit denen die Ladestation am Boden verankert ist. Zu dieser Situation wären noch ein paar mehr Tipps in der Bedienungsanleitung hilfreich oder gleich ein Zusatzprodukt ("Überdachung") im Sortiment. Auf jeden Fall lässt sich das Problem lösen.

Test-Fazit: Der NX5128 Royal Gardineer Rasenmäher-Roboter ist ein attraktiver Gartenhelfer für nicht allzu hohe Ansprüche zu einem außerordentlich günstigen Preis

Schnurr, schnurr, schnurr - tönt nicht nur der fleißige NX5128 Royal Gardineer Rasenmäher-Roboter von Pearl, sondern das summe auch ich, wenn ich im Liegestuhl liege und ihm bei der Arbeit zuschaue.

Übrigens sollte man den Mäher nicht unbeaufsichtigt lassen, wenn Kinder oder Haustiere oder andere Personen im Garten sind. Und das Aufsitzen ist meinen Stofftieren auch nur bei ausgeschaltetem Motor gestattet!

*Sponsored Posts sind vom Werbepartner bezahlte Blogartikel.

PS: Hier finden Sie weitere Erfahrungen mit dem NX5128 Royal Gardineer Rasenmäher-Roboter in einem Blogartikel mit Video meiner Texterinnen-Kollegin und Bauerngartenfee, Petra A. Bauer.

Sonntag, 13. Juli 2014

Sommerfreuden im Garten und auf dem Balkon

Bodendeckerrose 'Lavender Dream'
- romantisch, aber bei mir hitzeempfindlich
Das diesjährige Frühjahr verging im Garten wie im Zeitraffer. Alles blühte viel früher als sonst, doch die Pracht verging durch die Hitze leider auch schneller.

Während der anschließenden kurzen Blühpause im Staudenbeet übernahmen die Rosen kurzerhand das Kommando. Doch auch ihre Schönheit verblühte bei manchen Sorten wegen der Hitze schnell.

Seit Ende Juni/Anfang Juli melden sich aber auch die mehrjährigen Blumen verstärkt zurück und die Gemüse und Kräuter im Topfgarten entwickeln sich auch vielversprechend.

Hier ein paar Eindrücke von meinem Staudenbeet auf dem Tiefgaragendach und dem Topfgarten mit Schmetterlingsflieder, Rosen, Stauden, Gemüse und Kräutern auf und neben der Terrasse.


Wiedersehensfreude im Staudenbeet

Trotz Schneckenangriff im Frühjahr hat sich dieser Purpursonnenhut Echinacea purpurea 'Magnus'
prächtig entwickelt und begrüsst seine neuen und alten Beetnachbarn
Stauden sind Pflanzen, die jedes Jahr wieder aus unterirdischen Pflanzenteilen neu austreiben. An einem für die jeweilige Art guten Standort und mit der richtigen Pflege werden sie von Jahr zu Jahr schöner. Im Frühjahr hatten einige meiner Stauden leider Besuch von Nacktschnecken und es war ein bisschen spannend, wie das Beet auf dem Tiefgaragendach vor einer Südseiten-Hauswand in diesem Sommer aussehen würde. Doch einer der drei Purpursonnenhüte Echinacea purpurea 'Magnus' erholte sich sehr gut und die anderen beiden kämpfen auch erfolgreich und werden es bis zum Herbst vermutlich geschafft haben. Und dank Gräsern, Frauenmantel, Ziersalbei und ein paar im Herbst neu gepflanzten Stauden wie Duftnessel Agastache Hybride 'Ayala', Prachtkerze Gaura, Kugellauch Allium sphaerocephalon, Taglilien und einigen Staudenarten mehr ist das Beet schön dicht bedeckt mit fröhlichen Blüten, die täglich von vielen Bienen, Hummeln, Schmetterlingen und Schwebfliegen besucht werden. Mehr zu ->> Stauden im Garten (und Kübeln)

Wiedersehensfreude auch im Kübel- und Topfgarten

Ganz in Weiß und im Kübel: Weißer niedriger
Purpursonnenhut Echincacea purpurea 'Baby Swan'
und weiße Prachtscharte Liatris
Stauden gedeihen auch im Kübel. Vor zwei Jahren habe ich beispielsweise einen weißen Purpursonnenhut Echinacea purpurea 'Baby Swan' zusammen mit der Prachtscharte Liatris spicata in einen Kübel gepflanzt und sie wurden seitdem von Jahr zu Jahr kräftiger und dichter.

Bewährt hat sich bei mir auch das Lampenputzergras Pennisetum alopecuroides 'Hameln' im Kübel.














Die Dahlien 'Arabian Night' haben den milden Winter
im Balkonkasten draußen überlebt!
Sogar die Dahlien der Sorte 'Arabian Night' vom Vorjahr sind wieder da - obwohl ich vergessen hatte, sie aus dem Balkonkasten zu nehmen und im Keller zu überwintern, wie man es normalerweise macht. Dank des milden Winters haben sie draußen überlebt und setzen nun wieder edle Akzente auf der Terrasse.

Ähnlich erging es mir auch schon mit dem Goldmohn im Balkonkasten und einem Zauberglöckchen Calibrachoa im Topf. Bei beiden hatte ich nicht erwartet, dass sie den Winter überstehen, und ließ das verblühte Gestrüpp nur als Winterversteck für Nützlinge stehen. Aber beide entwickelten sich im Frühjahr zu kleinen Augenweiden.
 ->> Überwinternde Pflanzen auf Balkonien und Terrassien.



Buddleja davidii 'Black Knight' blüht dieses Jahr
sehr reich und hat dementsprechend viele Besucher
wie Schmetterlinge und Bienen.
Besonders reichblühend zeigt sich dieses Jahr auch der Schmetterlingsflieder Buddleja davidii 'Black Knight'. Auch er wächst in einem Kübel und kommt damit auch im zweiten Sommer nach der Pflanzung gut zurecht. Er hat allerdings schon eine Höhe von etwa 2,50 m erreicht.




















Gaumenfreuden dank Salat und Kräutern im Topf

Salat kann man problemlos auch im Topf oder Balkonkasten anbauen
Im Topfgarten auf der Terrasse ernte ich mehr oder weniger das ganze Jahr hindurch Kräuter. Im Winter reduziert sich das hauptsächlich auf Thymian, aber jetzt ist natürlich Wachstums- und Erntezeit für Basilikum, Schnittlauch, Petersilie und anderen. Neu bei mir dieses Jahr: Salat im Topf! Die Erntemengen sind nicht groß, aber dafür schmeckt der Salat aus der eigenen Ernte umso besser.

Vorfreude auf Tomaten, Bohnen, Chili und Süßkartoffeln

Dieses Jahr teste ich eine neue Tomatensorte auf ihre Eignung für den Anbau im Kübel: 'Maglia Rose'. Sie hörte bei ca. 90 cm mit dem Wachsen auf und bildet längliche kleine Früchte. Ich freue mich schon auf die Ernte.
Buschtomate 'Maglia Rosa' - noch sind die Früchte grün.
Ich bin gespannt, wie sie schmecken, wenn sie reif sind.

Die Tomate teilt sich den Kübel mit Stangenbohnen 'Blauhilde'. Die beiden kämpfen unerwartet stark um Nährstoffe und Wasser und ich muss mit dem Gießen und Düngen ziemlich hinterher sein. Das kann aber auch an der torffreien Blumenerde liegen - möglicherweise war sie weniger aufgedüngt oder verbraucht bei ihrer Zersetzung selbst mehr Nährstoffe, als ich es bisher gewohnt war. Es bleibt nichts anderes übrig, als genau zu schauen und nachzuliefern, was die Pflanzen benötigen.








Süßkartoffel Ipomea batatas 'Sweet Caroline Purple'
Etwas anders als erwartet, entwickelt sich auch die Süßkartoffel. Ich hatte gehofft, sie klettert frühzeitig am Spalier hoch, das ich ihr hinten in den Kübel gesteckt habe und entzückt uns mit rosa Blüten, doch sie wächst bisher nur sehr langsam in die Länge und scheint lieber am Boden kriechen zu wollen. Blüten zeigen sich bisher auch noch nicht.












Von ganz alleine kommt seit Jahren die Kapuzinerkresse wieder - zum Glück, denn ich mag sowohl ihre Blätter als auch die essbaren Blüten sehr gerne im Salat.
Sie gehört dazu: Kapuzinerkresse - blüht bis zum ersten Frost und liefert bis dahin essbare Blüten und Blätter.
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