Sonntag, 20. Dezember 2015

Meine Hausapotheke aus Wildpflanzen (Buchtipp)

Meine Hausapotheke aus Wildpflanzen - Werbelink zu Amazon Eigentlich wollte ich vor Weihnachten gar nicht mehr bloggen, aber nun habe ich gerade "Meine Hausapotheke aus Wildpflanzen", geschrieben von Karin Greiner, erschienen 2015 beim Ulmer Verlag, geschenkt bekommen und bin von dem Buch ganz begeistert. Deshalb stelle ich es doch noch kurz hier im Blog vor.

Das Buch ist innen wie außen sehr ansprechend und zum Thema passend aufgemacht und hat für meinen Geschmack auch genau den richtigen Umfang - es liegt gut in der Hand, ist dabei "gehaltvoll" und trotzdem gut zu handlen, auch das Verhältnis von Informationen und Tipps zu ansprechenden oder erläuternden Bildern passt einfach gut. Sehr praktisch finde ich auch, dass der Einband vorne und hinten ausklappbar ist und so als Lesezeichen genutzt werden kann.

Das erste Kapitel vermittelt Basiswissen zu Wildpflanzen, zum Sammeln, Aufbewahren und so weiter. Die weiteren Kapitel stellen die einzelnen Wildpflanzen mit Heilwirkung, wo sie wachsen, mit was man sie nicht verwechseln sollte sowie ihre Wirkung vor. Dabei sind die Pflanzen nach den Jahreszeiten geordnet, zu denen sie erscheinen bzw. gesammelt werden.

Zu jeder Pflanze gibt es viele Tipps und Rezepte für Tees, Tinkturen, Umschläge oder welche Anwendungen jeweils zu empfehlen sind.

Vorne im Einband sind "Tipps für den kleinen Notfall unterwegs" aufgelistet und es gibt eine "Naturkalender" genannte kleine Liste mit den Blütezeiten der wichtigsten wilden Heilkräuter im Überblick. Im rückwärtigen Einband findet man ein Verzeichnis der wichtigsten Beschwerden mit den entsprechenden Seiten im Buch, auf denen man Rezepte zur Linderung sichten kann.

Die Autorin Katrin Greiner ist übrigens Biologin, Autorin und Dozentin - letzteres bei der Gundermannschule und bei der Kräuterakademie-Heilkräuterschule. Seit 15 Jahren ist sie darüber hinaus Pflanzenexpertin beim Bayerischen Rundfunk.

Mein Fazit zu "Meine Hausapotheke aus Wildpflanzen: Heilkräuter finden und verarbeiten im Jahreslauf": "Nicht nur hübsch anzuschauen, sondern auch was im Köpfchen." Ein schönes Geschenk!

Meine Hausapotheke aus Wildpflanzen:
Heilkräuter finden und verarbeiten im Jahreslauf
*
Karin Greiner
Ulmer Verlag, Stuttgart 2015
ISBN: 978-3-8001-8333-3

*Werbelink

Donnerstag, 15. Oktober 2015

Was nach Tomaten anbauen?

Fruchtfolge und Kulturfolge sind wichtig für den Bodenerhalt, das Pflanzenwachstum und die Gesunderhaltung der Pflanzen. Was am besten nach Tomaten angebaut wird.

Tomaten sollen nicht jedes Jahr
im gleichen Boden angebaut werden.
Kulturfolge ist das Aufeinanderfolgen der Pflanzen auf einer Fläche während eines Jahres. Beispielsweise kann man im ungeheizten Kleingewächshaus schon im zeitigen Frühjahr Kohlrabi, Rettich oder Salat pflanzen, die in einem beheizten Gewächshaus vorgezogen wurden - selbst oder von einem Gärtner. Die Kohlrabi oder der Salat sind dann die Frühjahrskultur oder Vorkultur. Die Vorkultur ist je nach Wetter und Lage nach etwa 8 bis 10 Wochen erntereif. Sobald sie abgeerntet ist, wird der Boden bearbeitet und die ebenfalls in einem dafür geeigneten Anzuchtgewächshaus vorgezogenen Tomaten gesetzt. Die Tomaten bleiben den ganzen Sommer stehen, wachsen und gedeihen und können ab etwa Juli beerntet werden. Die Tomaten sind die Hauptkultur beziehungsweise die Sommerkultur.
Im September werden die Tomaten abgeräumt, der Boden bearbeitet und die Herbstkultur (Nachkultur) ausgesät oder ausgepflanzt. Die Nachkultur wird im Winter oder im zeitigen Frühjahr des nächsten Jahres erntereif.

Im Gegensatz zur Kulturfolge wird als Fruchtfolge das Aufeinanderfolgen der Hauptkultur von Jahr zu Jahr bezeichnet.

Was ist bei Kulturfolge und Fruchtfolge zu beachten

Als Kulturnachfolger im gleichen Jahr eignet sich
beispielsweise Spinat
Sowohl bei der Kulturfolge als auch bei der Fruchtfolge wird auf Abwechslung geachtet. Das schont den Boden, denn er wird nicht einseitig "ausgelaugt", und verhindert, dass sich Schaderreger, die sich auf eine Pflanzenfamilie spezialisiert haben, vermehren und so den Befallsdruck erhöhen können. Außerdem haben die Pflanzen ein unterschiedlich starkes Wurzelwachstum. Die im Boden zurückbleibenden Wurzeln sind auch für die Humusbildung und Bodenfruchtbarkeit wichtig.

Um den Boden zu entlasten und die Fruchtbarkeit zu fördern, kann man auch die Vor-, Haupt- und/oder Nachkultur durch eine Gründüngung ersetzen. Gründüngung sind Pflanzen, die hauptsächlich zur Bodenpflege, nicht zur Ernte angebaut werden. Die Gründüngungspflanzen sind oft Tiefwurzler wie Raps oder Luzerne, sie lockern Verdichtungen, befördern Nährstoffe nach oben und erhöhen den Humusgehalt. Auch manche Gemüse, beispielsweise Spinat und Feldsalat, eignen sich als Gründüngung.

Bei der Kulturfolge und der Fruchtfolge der Hauptkulturen wird vor allem nach folgenden Kriterien abgewechselt:
  • Pflanzenfamilienzugehörigkeit
    Nach Tomaten sollten möglichst keine anderen Nachtschattengewächse wie Paprika, Kartoffeln oder Auberginen angebaut werden. Früher sagte man, Tomaten könnten immer am gleichen Platz in der gleichen Erde stehen, aber aus Pflanzenschutzsicht ist das falsch, denn Krankheiten wie die Kraut- und Braunfäule überwintern auch in Pflanzenresten im Boden.
  • Wirkung auf den Boden
    Die Bodenqualität (luft- und wasserhaltende Struktur, Durchwurzelbarkeit, Humusgehalt, Nahrstoffspeicherkapazität, sonstige Fruchtbarkeitsaspekte) soll auf Dauer erhalten oder sogar verbessert werden. Ein guter Boden bzw. gute Bodenpflege schützen vor Erosion und sparen teure Dünge- und Pflanzenschutzmittel. Tiefwurzler wie Raps und Hülsenfrüchte (Leguminosen) brechen in der Tiefe verdichtete Böden auf, Hülsenfrüchte wie Wicken, Lupinen, Sojabohnen und andere arbeiten mit natürlichen Bodenbakterien zusammen und sammeln und binden Stickstoff, der auch den nachfolgenden Pflanzen zugute kommt. Gräser, wie auch Mais, können zwar je nach Boden auch relativ tief wurzeln, haben aber meist nicht die Kraft Verdichtungen aufzubrechen. Mais ist zudem ein Starkzehrer, denn er bildet sehr viel Masse. Jedes Jahr Mais anzubauen, zehrt den Boden aus.
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Was nach Tomaten angebaut wird

Als Hauptfrucht im nächsten Jahr nach den Tomaten
eignen sich beispielsweise Salatgurken
Um also die Frage zu beantworten, welche Pflanzen nach Tomaten am besten angebaut werden:
  • im gleichen Jahr als Nachkultur eignen sich beispielsweise Spinat, Feldsalat, Radieschen, Pflücksalat, Löffelkraut, Winterportulak, Bremer Scherkohl,
  • als Hauptkultur im nächsten Jahr sind Gurken, Zucchini, Kürbis, Süßkartoffeln (gehören zu den Windengewächsen, nicht zu den Nachtschattenpflanzen), Okra, Stangenbohnen, Zuckermais und andere Gemüse, die nicht zur gleichen Pflanzenfamilie wie Tomaten, Nachtschattengewächse, zu empfehlen.
  • Immer zu empfehlen - als Vor-, Nach- oder Hauptkultur - sind Gründüngungssaaten. Welche man nimmt, ist von der Jahreszeit und der Nachkultur abhängig.
     

Buchtipp (Werbelink zu Amazon)



Videotipp (YouTube)

Mittwoch, 23. September 2015

Dry Farming - Pflanzen anbauen ohne Bewässerung

Dry Farming - Pflanzen anbauen ohne Bewässerung
Vergangenes Jahr verhängten auch einige
deutsche Gemeinden ein Gießverbot für den Garten,
um Trinkwasser zu sparen.
Im Sommer gibt es immer wieder Phasen, in denen es sehr lange nicht regnet - bei uns nördlich von München dauerten diese regenlosen Zeiten bei gleichzeitig extremer Hitze in den letzten Jahren oft wochenlang. Es ist anzunehmen, dass solche Trockenzeiten mit dem Klimawandel immer ausgeprägter werden. Was kann man tun, wenn man in seinem Garten keinen Wasseranschluss und keine Möglichkeit, Regenwasser zu sammeln, hat oder Gießen mit Leitungswasser im Garten von der Gemeinde oder Stadt zur Sicherung der Trinkwasserversorgung verboten wurde? Die Antwort heißt: Dry Farming - eine wiederentdeckte Anbautechnik!

Mein Gemüse- und Kräuteranbau in Töpfen und Kübeln auf der Südterrasse wäre ohne Gießen überhaupt nicht möglich. Und auch die mit geringer Erdauflage ausgestatteten, begrünten Tiefgaragendächer bei uns und einigen unserer Nachbarn sind ohne Bewässerung schnell braun - Rasen, Obstbäume, Stauden, alles. Doch wie sieht es mit dem Anbau in gewachsenem Boden aus?

Bei Stauden und Gehölzen kann man mit der Auswahl einiges kompensieren. Man nimmt eben zunehmend solche Arten und Sorten, die mit sommertrockenen Standorten zurechtkommen - beispielsweise robuste Wildstauden für trockene Standorte, Präriestauden mit besonders tiefen Wurzeln, Steppen- und Steingartenpflanzen etc.

Purpursonnenhut Echinacea purpurea und Kugel-Lauch Allium sphaerocephalon
Präriestauden wie Purpursonnenhut Echinacea purpurea
und Kugellauch Allium sphaerocephalon vertragen Trockenzeiten

Gemüse anbauen ohne Bewässerung

Doch was ist mit dem Gemüseanbau auf Feldern oder in Beeten, die man nicht bewässern kann oder darf?

Am Oak Creek Center für Urbanen Gartenbau der Oregon State University (OSU)/USA hat man eine Demonstrationsanlage für "Dry Farming" angelegt, wo man die Möglichkeiten zum bewässerungslosen Gemüseanbau von Kürbis, Zucchini, trockenen Bohnen, Kartoffeln, Melonen, Tomaten und anderen Gemüsen untersucht.

Je nach Art und Sorte sind die Ernten mehr oder weniger zufriedenstellend. Die Fruchtgrößen sind zwar in der Regel kleiner und die Erntemengen geringer, dafür ist der Geschmack oft besonders gut.

Am besten werden Arten und Sorten ausgesät, die sich woanders schon unter Dry-Farming-Bedingungen bewiesen haben - beispielsweise altbewährte Arten und Sorten aus dem Mittelmeerraum oder von solchen kalifornischen Anbauern, die sich schon länger auf Dry Farming spezialisieren mussten.

Dry Farming erfordert jedoch einige Umstellungen. Beispielsweise sollte der Boden genügend Ton oder eine Tonschicht enthalten, damit in diesen feinen Poren Wasser gespeichert werden kann. Sandige, durchlässige Böden sind weniger geeignet und müssen aufbereitet werden.

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Beim Dry Farming wird tiefer gesät (Bohnen beispielsweise über 10 cm tief) und gepflanzt (Tomaten beispielsweise in über 30 cm tiefe Löcher) als sonst, so Amy Garrett, eine Ausbilderin des OSU Extension’s Small Farms Programms. Die Abstände von Pflanze zu Pflanze werden auch größer gehalten als beim bewässerten Anbau, damit der Konkurrenzdruck um das wenige Wasser geringer ist. Es ist auch wichtig, dass der Boden nach der Saat oder der Pflanzung gut angedrückt wird, damit das Wasser aus der Tonschicht nach oben gepresst wird.

Dry Farming funktioniert nur da, wo es zumindest im Winter und Frühjahr ausreichend Niederschläge gibt, damit die Speicher im Boden gefüllt werden.

Aromatischere Tomaten durch Dry Farming

Als Vorfrucht vor den Dry-Farming-Tomaten wird über den Winter eine Gründüngungsmischung (Dicke Bohnen, Wicken und Hafer) ausgesät, die im Frühjahr eingearbeitet wird. So wird die Bodenfruchtbarkeit verbessert und die Feuchtigkeit im Boden gehalten, sagt Liz Milazzo, Leiterin der Feldfruchtproduktion des Santa Cruz Farm and Garden Program der University of California (UC)/USA. Zwischen der Einarbeitung der Gründüngung und der Tomatenpflanzung müssen mindestens drei Wochen liegen. Die Tomatenpflanzen werden mit Absicht etwas langbeinig gezogen. Die unteren Blätter werden dann entfernt und die Pflanzen extra tief gesetzt - sie bilden dann am unteren Stengel aus den Blattknoten zusätzliche Wurzeln.

Aus den obersten Zentimeter Boden wird durch Bodenbearbeitung eine Art Staubmulchschicht erzeugt, um den Wasserverlust durch Verdunstung klein zu halten - ein traditionelles Verfahren, dessen Wirksamkeit von manchen aber infrage gestellt wird.

Während der Anwachsphase wird je nach Standort notfalls gegossen, wenn die jungen Pflanzen zu verwelken drohen. Mit Beginn der Fruchtreife wird die Bewässerung in der Regel aber ganz eingestellt. Ab da wird mit jeder erntereifen Traube der Geschmack der Früchte intensiver.

Tomate Sungold
Erfahrungsaustausch gefragt:
Welche unserer Tomatensorten eignen sich
für Dry Farming?
Gute Erfahrungen hat man in dem oben genannten Programm beispielsweise mit der Tomatensorte 'Early Girl' gemacht. Andere berichten von Erfolgen mit 'Chianti Rose', 'Sun Gold', 'Sweet 100', 'Black Krim' und weiteren.

Fazit zu Dry Farming

Auch wenn die Qualität (Größe und Gewicht der Frucht) beim Dry Farming nicht dem entsprechen, was die Supermarktketten verlangen, und obwohl die Erntemengen pro Quadratmeter geringer sind, als die, die man im bewässerten Anbau nach Lehrbuch erreichen kann, kann Dry Farming eine Alternative sein: für Selbstversorger und für kleine und mittlere Gartenbaubetriebe mit entsprechenden Kunden, für die die innere Qualität eine größere Rolle spielt als Größe und Optik. So gibt es in Kalifornien auf Bauernmärkten Gärtner, die damit werben, dass ihre Tomaten organisch zertifiziert und aus Dry Farming sind. Bei den Kunden sind sie gefragt, gelten sie doch als besonders aromatisch und süß.

Wer hat Dry Farming schon ausprobiert oder ausprobieren müssen? Welche Maßnahmen, Stauden, Gemüse oder Tomatensorten empfehlt ihr/empfehlen Sie?

Weitere Informationen

Donnerstag, 10. September 2015

"Modernes Gartendesign: Modelliert, minimalistisch, naturalistisch" - zum Dahinschmelzen

Werbelink zu Amazon.de Ein anregendes Buch für Gartengestalter und Gartenliebhaber und alle, die es werden wollen - zum Blickerweitern, Inspirierenlassen und zum Schwelgen. Oder zum Verschenken an junge Gartenarchitektur-Studierende oder ganz liebe Gartenfreunde. (Buchrezension)

Im August 2015 erschien im Ulmer Verlag das Buch "Modernes Gartendesign: Modelliert, minimalistisch, naturalistisch" von Didier Willery und Philippe und Brigitte Perdereau, das im Jahr zuvor schon in Frankreich unter dem Titel "Jardins contemporains : Epurés, sculptés, naturalistes" ebenfalls bei Ulmer herausgekommen war - wobei ich nicht sicher bin, ob sich die Bücher inhaltlich und umfänglich decken.

"Modernes Gartendesign: Modelliert, minimalistisch, naturalistisch" zeigt die aktuellen Strömungen im Gartendesign. In 47 Reportagen mit hochwertigen, wunderschönen Fotos stellen Didier Willery und Philippe sowie Brigitte Perdereau exklusive private sowie bemerkenswerte öffentliche Gärten in Wort und Bild vor. Diese Gärten wurden von bekannten europäischen Landschaftsarchiteckten und Gartengestaltern wie Piet Oudolf, Keith Wiley oder Peter Jahnke in den Niederlanden, Belgien, Deutschland, Großbritannien und Frankreich gestaltet.

Das Buch ist in drei Abschnitte in dieser Reihenfolge unterteilt:
  • minimalistisch und grafisch gestaltete Gärten 
  • skulpturale und modellierte Gärten 
  • naturalistische und wilde Gärten 
Man beginnt als LeserIn also mit den minimalistischen und grafisch gestalteten Gärten. Ich muss zugeben, dass ich zu dem Teil des Buches meine Bedenken hatte, da ich persönlich lebendige und sich entwickelnde naturalistische Gärten gegenüber den doch eher statischen minimalistisch gestalteten Gärten bevorzuge, doch ich merkte, dass das Anschauen der Bilder und die beschreibenden Texte auch in diesem Teil nicht nur informativ für mich waren, sondern mir auch die Augen öffneten und die Wahrnehmung von Raum, Perspektive, Formen, Struktur und Textur intensivierten.

Auch wenn die Strömungen in der Gartengestaltung nicht ganz so klar zu trennen sind, wie die Bucheinteilung zunächst denken lässt, sondern ineinander fließen und sich begegnen, wie man im Buch lernt: Mit jedem Umblättern zur nächsten Reportage geht man mit den Autoren den nächsten Schritt von der minimalistischen Gartengestaltung über viele wundervolle Etappen, wie die Verwendung von Formgehölzen, die immer phantasievoller und ungewöhnlicher eingesetzt und kombiniert werden, bis zu den naturalistischen Gärten mit atemberaubenden Pflanzenkombinationen in unterschiedlichen Garten-/landschaftlichen Gegebenheiten. Am Ende schmolz ich nur noch dahin.

Als Gartenbauerin und Pflanzenliebhaberin habe ich mich gefreut, dass die verwendeten Pflanzenarten und -sorten entweder im (Bild-)Text namentlich genannt und/oder ihre Verteilung auf der im Bild gezeigten Fläche mittels einer zusätzlichen kleinen Skizze offengelegt wurden.

Ungewöhnlich für dieses große Buchformat und den doch beträchtlichen Umfang des Buches fand ich im ersten Moment das Flexcover (anstelle von Hardcover). Doch ließ sich das Buch gut handhaben, es scheint stabil zu sein und es wirkt hochwertig.

Über die Autoren
Philippe Perdereau ist ein bekannter Gartenfotograf, dessen Fotos international veröffentlicht werden. Seine Frau Brigitte begleitet und unterstützt ihn bei seiner Arbeit. Auch Didier Willery ist Gartenfotograf, außerdem Journalist, Buchautor und Pflanzenliebhaber.

Mein persönliches Fazit: 
"Modernes Gartendesign: Modelliert, minimalistisch, naturalistisch" ist ein wunderschönes Buch mit vielen stimmungsvollen Bildern, das viele Beispiele der unterschiedlichen Strömungen zeitgenössischer Gartengestaltung zeigt und das ich bestimmt noch oft in die Hand nehmen werde. Ich empfehle es unbedingt weiter. Alle Daumen hoch!

Buchdaten 
Werbelink zu Amazon.de Modernes Gartendesign: Modelliert, minimalistisch, naturalistisch*
Philippe und Brigitte Perdereau. Didier Willery.
Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart 2015
ISBN-13: 978-3800103232
Broschiert, 320 Seiten, 25,8 x 2,8 x 26,1 cm


*Werbelink

Hinweis:
Der Blogartikel gibt meine ehrliche persönliche Meinung wider, auch wenn ich ein kostenloses Rezensionsexemplar vom Verlag erhalten habe.


Donnerstag, 20. August 2015

Pflanzenfreuden und -leiden in diesem Sommer

Schon jetzt kann man sagen: Bei uns in Oberbayern war der Sommer 2015 warm und lang. Dadurch wuchsen meine Zucchini 'Floridor' im Kübel, die Stangenbohnen 'Blauhilde' sowie die viel zu spät gesäten Chili und Tomaten in den Kübeln und Töpfen sehr schnell und begannen früh damit, Früchte zu entwickeln. Es machte richtig Spaß, ihnen zuzuschauen.

Die Gemüseernte auf der Terrasse begann dieses Jahr früh.
Auch die Stauden in meinem Staudenbeet mit Prairie-Flair auf dem begrünten Tiefgaragendach zeigten sich dieses Jahr wieder früh von ihrer schönsten Seite.

Staudenbeet mit Purpursonnenhut Echinacea purpurea 'Magnus', Kugellauch Allium sphaerocephalon,
Duftnessel Agastache, Frauenmantel Alchemilla und Taglilie Hemerocallis 'Tang'.
Doch als dann der Hochsommer extrem heiß und trocken wurde und das über mehrere Wochen anhielt, geriet das Pflanzenwachstum und auch die Fruchtentwicklung von Tomate und Zucchini ins Stocken. Dazu muss man wissen, dass meine Gemüse und Kräuter in Kübeln und Töpfen auf einer Südseitenterrasse kultiviert werden, auf der es bei Sommersonne unerträglich heiß wird - und den Sonnenschirm kann man nur bei windstillem Wetter aufspannen.

Mangold im Kübel
Meinen Kräutern dagegen hat das heiße Wetter gar nichts ausgemacht: Rosmarin, Schnittlauch, Basilikum und Petersilie gediehen prächtig und auch die Süßkartoffel, die offensichtlich den Schatten unter den Zucchiniblättern im gleichen Kübel genoss, sowie Mangold und Kapuzinerkresse im Topf entwickelten sich überraschend gut.




Erstaunlich fand ich auch dieses Jahr wieder, wie gut manche Chilisorten extreme Hitze und intensive Sonne vertragen - ich hatte dieses Jahr eine ursprünglich aus Kreta stammende Chili-Sorte ausgesät, die mir jemand geschenkt hatte. Zwar lassen die Chili-Pflanzen schon mal die Blätter hängen, erholen sich dann nach dem Gießen aber sehr schnell.

Dem Chili aus Kreta tat die Hitze gut. Trotz sehr später Aussaat entwickelte er Früchte.
In der rechten oberen Ecke, sieht man, wie braun der Rasen auf dem Tiefgaragendach wurde.
Mit täglichem morgendlichen Gießen während der Hitzeperiode konnte ich auch das Staudenbeet lebendig und schön anzuschauen halten - im Gegensatz zum Rasen daneben, der für die Feuerwehranfahrt auch noch mit Rasengittersteinen unterlegt ist und so gut wie gar keinen Boden als Feuchtigkeitsspeicher hat.

Dieser Schmetterlingsflieder
Buddleja davidii 'Black Knight'
wächst im Kübel neben der
Terrasse und hatte viel Besuch
von Bienen, Hummeln
und Schmetterlingen.
Bienen, Hummeln und Schmetterlinge hatten jedenfalls ihre Freude an Purpursonnenhut, Duftnessel, Prachtkerze, Schmetterlingsflieder und vielen anderen Stauden und Gehölzen - sowohl im Staudenbeet als auch im Kübel.


Abgesehen von den Wachstumsstockungen bei Zucchini und Tomate hatte ich aber im Sommer auch kleine Probleme mit ein paar Minierfliegenlarven am Mangold (eigentlich nur an einem Blatt) und mit Spinnmilbenbefall an den Stangenbohnen.

Aber so ist eben Natur: Man muss auch ein bisschen teilen - dann haben auch Vögel und Nützlinge etwas zum "Ernten".
Spinnmilben blattunterseits
an Stangenbohnen
PS: Die Tomaten sind bis heute gesund - möglicherweise dank des Entblätterns.



Mittwoch, 19. August 2015

Wer hat meine Gemüsesorte gezüchtet? So nutzt man die EU-Pflanzensortendatenbank - und hat dadurch die Möglichkeit, Sorten ungeliebter Züchter auszuschließen.

Wer wissen möchte, wer der Züchter/Sortenerhalter einer bestimmten Gemüsesorte ist, kann das mit einer EU-Pflanzensortendatenbank im Internet selbst herausfinden. 

Auf der Website der Europäischen Kommission (European Commission) findet man die EU-Datenbank mit registrierten Pflanzensorten, die man nach gemüsebaulichen (Vegetable species) und landwirtschaftlichen (Agricultural plan species) Sorten durchforsten kann.

So nutzt man die EU-Pflanzensortendatenbank

Alle Sorten einer Gemüseart und ihre Züchter und Samenfestigkeit herausfinden 
Am Beispiel von Tomaten wird hier die Vorgehensweise gezeigt, wie man sich alle in Deutschland registrierten Sorten anzeigen lässt und Informationen über den Züchter/Sortenerhalter (Maintainer) erhält sowie darüber, ob die Sorte eine Hybridsorte ist oder samenfest.

Gemüse-Suchformular der EU-Pflanzensortendatenbank
  1. Auf der Webseite der Pflanzensortendatenbank (Plant variety database) klickt man auf Vegetable species. Es öffnet sich ein Suchformular. 
  2. Im Suchformular sollte Varieties (links neben den Eingabefeldern) aktiv sein (zu erkennen an der schwarzen Schriftfarbe). Das Feld Variety name lässt man leer (außer man sucht nach einer bestimmten Sorte), wählt im Feld Species H24 - Tomato - Solanum lycopersicum ... und unter Listed in DE - Federal Republic of Germany (dieses Feld leer lassen, wenn die Registrierung auch in einem anderen EU-Land vorgenommen worden sein könnte). Das Feld Show current variety ist standardmäßig aktiviert. Wenn man auch gelöschte Registrierungen angezeigt bekommen möchte, aktiviert man zusätzlich Show deleted varieties. Wer auf der Ergebnisseite sehen möchte, ob das jeweils angeklickte Ergebnis eine Hybridsorte ist, klickt auf Click to add an attribute to the search und wählt dann Hybrid aus. 
  3. Die Suche in der Datenbank wird durch Klicken auf Search gestartet. Kurz darauf wird die Suchergebnisseite Vegetables - Varieties angezeigt. Sie enthält eine Liste von Sortennamen (auf mehrere Seiten verteilt). Darunter werden Maintenance & synonyms sowie Variety attributes angezeigt.

    Interessiert man sich beispielsweise für die Sorte 'Balkonstar', klickt man oben auf Balkonstar und bekommt unten als Maintainer verlinkt DE 7464 angezeigt. Da unter Variety attributes nichts angezeigt wird, ist 'Balkonstar' keine Hybridsorte. Klickt man auf den Link DE 7464, erhält man in einem zusätzlichen Fenster Details zum Züchter/Sortenerhalter: Es ist Enza Zaden.

    Interessiert man sich für die Sorte 'Hildares', klickt man oben auf Hildares (2. Ergebnisseite) und bekommt unten als Maintainer verlinkt DE 86 angezeigt. Da unter Variety attributes Hybrid angezeigt wird, ist 'Hildares' eine Hybridsorte. Klickt man auf den Link DE 86, erhält man in einem zusätzlichen Fenster Details zum Züchter/Sortenerhalter: Es ist Hild. 
Alle Sorten eines Züchters herausfinden
Am Beispiel von De Ruiter (ein Tochterunternehmen von Monsanto) herausfinden, welche Sorten von diesem Züchter in der EU-Pflanzensortendatenbank gelistet sind.
  1. Auf der Webseite der Pflanzensortendatenbank (Plant variety database) klickt man auf Vegetable species. Es öffnet sich ein Suchformular. 
  2. Im Suchformular sollte Maintainers (links neben den Eingabefeldern) aktiv sein (zu erkennen an der schwarzen Schriftfarbe). In das Feld Maintainer name schreibt man De Ruiter. Die anderen beiden Felder lässt man leer. 
  3. Die Suche in der Datenbank wird durch Klicken auf Search gestartet. Kurz darauf wird die Suchergebnisseite Vegetables - Maintainers angezeigt. Sie enthält eine Liste von Maintainer-Namen, die De Ruiter enthalten, da De Ruiter in verschiedenen EU-Ländern verschiedene Gemüsesorten registrieren lässt. Außerdem werden unter der Ergebnisliste Adressen und weitere Informationen angezeigt.

    Interessiert man sich beispielsweise für De Ruiter Seeds BV aus den Niederlanden, klickt man auf diesen Namen und bekommt unter der Liste bei Maintainer of einige Arten (Species) und Sorten (Varieties) angezeigt. Diese Anzeige kann man erweitern, indem man auf Click to see more variety details klickt. Es werden 473 Sorten angezeigt. 
Man kann seine Suchergebnisse auch als Excel-Datei speichern.
Viel Spaß beim Ausprobieren!

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Mittwoch, 5. August 2015

Regenwasser sammeln zum Gießen

Regenwasser auffangen kann man
beispielsweise vom Kleingewächshausdach
(aufgenommen Kleingartenanlage Weihenstephan)
Spare in der Zeit, dann hast du in der Not. Das ist nicht nur ein hilfreiches Rezept, vorbeugend Geld für Notlagen beiseite zu legen, es gilt auch für das Wasser, das man im Garten, Kleingewächshaus, Balkon- oder Terrassengarten bei Trockenheit zum Gießen benötigt.

Sammle in der Zeit, dann hast du in der Trockenheit

Regenwasser zu sammeln, damit man bei Bedarf genug zum Gießen hat, ist eine Maßnahme, wertvolles Trinkwasser aus der Leitung und Kosten zu sparen.

Sauberes Regenwasser ist für viele Pflanzen sowieso das beste Gießwasser - das wissen auch Kleingewächshausgärtner. Regenwasser kann pur oder als Verschnitt mit Leitungswasser verwendet werden. Gerade bei hartem Leitungswasser enthärtet eine Regenwasserbeimischung das Wasser und macht es verträglicher für kalkempfindliche Pflanzen (auch Zimmerpflanzen).

Regenwasser kann vom Gewächshaus- und/oder Wohnhausdach gesammelt werden, wobei Letzteres in der Regel im Privatbereich eine wesentlich größere Auffangfläche bietet.

Viele Gewächshausfirmen (-> Gewächshausherstellerverzeichnis) bieten Regenwassersammelrinnen für ihre Gewächshäuser an, die leicht an ein Fallrohr oder einen Schlauch angeschlossen werden können, der wiederum in ein Regenfass oder einen anderen Regenwasserspeicher geleitet wird.

Wesentlich ergiebiger als die Regenwassersammlung vom Gewächshäuschen im Garten ist das Sammeln von einem Wohnhausdach. Dafür gibt es spezielle Regenwassersammelanlagen mit Keller- oder Erdtank. Das gesammelte Wasser kann dann auch nicht nur zum Gießen, sondern auch als Brauchwasser (Toilettenspülung, Waschmaschine o. Ä.) genutzt werden.

Besonders nach längeren Trockenperioden befinden sich auf einer Dachfläche allerdings viel Staub und andere unerwünschte Ablagerungen aus der Luft. Damit das gesammelte Wasser möglichst wenig Verunreinigungen und Schadstoffe enthält, sollte mit dem Sammeln erst begonnen werden, wenn die Auffangflächen durch den ersten Regen abgewaschen und damit sauber sind. Hilfreich sind Regensammler mit automatischem Schmutzwasserablauf, die bei erstem leichten Nieselregen das Wasser abfließen lässt und nur bei stärkerem Regen (stromlos) auf Sammeln umschalten.

Auffangflächen und Regenrinnen sollten möglichst nicht aus Kupfer gefertigt sein, da Kupferteilchen durch Regenwasser herausgelöst werden können, was auf Dauer zu einer Anreicherung im Boden und als Folge zu Pflanzenschäden führen kann. Auch verzinkte Rohre können in dieser Hinsicht problematisch sein. Geeignetere Materialien sind Edelstahl, Kunststoff und Aluminium. Vorhandene Auffangflächen und Regenrinnen können nachträglich mit einer Schutzfarbe versiegelt werden.

Wie lange das gesammelte Wasser reicht und ob man damit auch eine längere Trockenzeit überbrücken kann, hängt vor allem vom Volumen der Sammelbehälter ab.

Sonntag, 5. Juli 2015

Tomaten entblättern – so geht das!


Buschtomaten und Balkonkastentomaten müssen nicht entblättert werden
Von gesunden Tomatenpflanzen, die uns im Sommer eine reiche Ernte an leckeren Tomatenfrüchten schenken, träumt jeder Gärtner, Urban Gardener und Selbstversorger.

Das Entblättern der Tomatenpflanzen ist eine Maßnahme, die – wie auch das Ausgeizen  – im Erwerbsgartenbau beim Anbau von hoch wachsenden Tomatensorten (Stabtomaten) vorgenommen wird.

Tomaten entblättern – warum?

Die Tomatenblätter im unteren Bereich von Stabtomaten werden entfernt, um
  • die Durchlüftung des Pflanzenbestandes zu verbessern und so die Pflanzengesundheit zu fördern, 
  • ein Gleichgewicht zwischen Laub und Früchten zu schaffen, so dass möglichst viele Früchte reifen können, ohne dass Dünger für überflüssige Blätter verschwendet wird.

Tomaten entblättern im Hobbygartenbau

Das Entblättern von Tomaten macht auch im Hobbygartenbau Sinn. Während es bei niedrigen bzw. Buschtomatensorten reicht, kranke oder verfärbte Blätter wegzuzupfen, damit sich Krankheiten nicht ausbreiten, ist es bei hoch wachsenden Stabtomatensorten ratsam, den unteren Bereich nach und nach zu entblättern. (Stabtomaten sind hohe Sorten, die eine Stütze benötigen. Sie wachsen am Spalier, an Schnüren, Spiralen oder einfachen Stäben, an die sie angebunden werden.)

Tomaten entblättern – so geht das!

Falsch: das Laub einer Tomatenpflanze komplett entfernen
Richtig: kranke und verfärbte sowie überflüssige Tomatenblätter im unteren Bereich entfernen

In der Praxis werden bei hohen Stabtomaten die unteren 30 bis 50 cm des Stängels nach und nach entblättert, manchmal auch mehr, wenn die Pflanzen sehr groß sind - vor allem im Gewächshaus wegen der längeren Kulturzeit.
  • Die Blätter im unteren Bereich werden oft gelb oder gemasert, weil der obere Teil der Pflanze lösliche Nährstoffe „absaugt“, um sie oben für neuen Zuwachs zu nutzen. Manchmal sind aber auch Pilzkrankheiten (Grauschimmel) oder Befall mit Schädlingen (Weiße Fliege, Blattläuse) die Ursache für das Verfärben und Verwelken der Tomatenblätter. So oder so werden diese unteren Blätter bei aller Pflege nicht mehr schön, wenn sie einmal geschädigt sind, und können entfernt werden.

Bei dieser Stabtomate im Kübel werden die gelben Blätter im unteren Bereich entfernt. Nach und nach wird der Tomatenstängel so von unten nach oben bis zu einer Höhe von 30 bis 50 cm entblättert.
Allerdings sollen beim Tomatenpflanzenentblättern keine Blätter oberhalb einer Blüten- bzw. Fruchttraube entfernt werden, denn diese sollen nicht der prallen Sonne ausgesetzt werden. Ausnahme: Wenn die Blätter extrem krank sind, ist der Sonnenbrand das geringere Gesundheitsrisiko.

Die Tomatenpflanzen der Stabtomaten-Sorten werden also nach und nach von unten nach oben bis am Ende zu einer Höhe von 30 bis 50 cm entblättert. Dadurch wird der Pflanzenbestand besser belüftet, Tau kann schneller abtrocknen, wodurch sich Pilzkrankheiten nicht so leicht ausbreiten können (Pilzsporen keimen nur bei Feuchtigkeit).

Buchtipp:

Tomaten für Garten und Balkon
Eva Schumann
Verlag Eugen Ulmer Stuttgart

Montag, 29. Juni 2015

Tomatig schmeckende Tomaten - wie kriegt man das hin?

Wer Tomaten selbst anbaut, möchte natürlich, dass sie besser schmecken als die aus dem Supermart. Aber was macht den guten Tomatengeschmack aus?
Tomate 'Tigerella' in verschiedenen Reifestadien
Wie Tomaten schmecken, hängt von den Inhaltsstoffen ab - von
  • Zuckergehalt (Glukose, Fructose), 
  • Säuregehalt (Zitronensäure, Äpfelsäure), 
  • Verhältnis von Zucker zu Säure (Zucker-Säure-Verhältnis),
  • Duft-, Aroma- und Geschmacksstoffen, 
  • Wassergehalt und
  • Schalendicke.

Wie diese Faktoren bei der Tomatenernte ausfallen, hängt ab von diesen Einflussfaktoren ab:

Sorte
Es gibt inzwischen unglaublich viele verschiedene Tomatensorten mit unterschiedlichen Erbanlagen. Sie unterscheiden sich hinsichtlich

  • der Art zu wachsen (begrenzt wachsende Buschtomaten und Balkonkastentomaten, "unendlich" hoch wachsende Stabtomaten), 
  • der Schnell- und Starkwüchsigkeit der Tomatensorte, 
  • ihrer Robustheit gegenüber Trockenheit, Hitze, Kälte, Krankheiten und Schädlinge sowie hinsichtlich 
  • ihrer Traubengröße (wie viele Tomatenfrüchte in einer Traube sind), 
  • Frucht-Größe (abhängig von der sortentypischen Zahl und Beschaffenheit der Fruchtkammern), 
  • Fruchtfarbe, 
  • Fruchtform und 
  • Inhaltsstoff der Frucht.

Bei Tomatenverköstigungen kam übrigens heraus, dass alte Sorten nicht grundsätzlich besser schmecken als neue, aber es gibt unter den neuen Sorten viele, die fade schmecken - vermutlich sind die entsprechenden Gene bei der Züchtung auf Größe, Widerstandsfähigeit und Haltbarkeit stillgelegt worden.

Insgesamt gibt es nach neuesten Erkenntnissen etwa 400 Verbindungen, die über den Geschmacks- und Geruchssinn zum Genusserlebnis von Tomaten beitragen. Allerdings sind nur 33 Verbindungen davon prägend für das Tomatenaroma, 37 für die Geschmacksintensität und weitere 28 beeinflussen beides. Wenn (neue) Sorten fade schmecken, liegt das daran, dass deren Früchte weniger Aroma bestimmende flüchtige Substanzen enthalten.

Beispiele für Tomatensorten mit sehr gutem Geschmack:
  • Cherry-Tomaten:
    'Sicilia', 'Praline', 'Sweet Pear Currant', 'Maglia Rosa', 'Dolce Vita' F1, 'Dasher' F1 
  • Normale Tomaten/Salattomaten:
    'Early Yellow Stripe', 'Tigerella', 'Kasachstan Rubin', 'Harzfeuer' F1, 'Picolino' F1, 'Tirouge' F1 
  • Fleischtomaten:
    'Green Zebra', ''Berner Rose', Beefsteak Tomate', 'Brandywine', 'Bulgarischer Rosa Riese', 'Black from Tula', 'Indigo Apple', 'Amadeo' F1, 'Marmandino' F1 

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Anbau
Tomaten mögen einen sonnig warmen, vor Regen geschützten Standort, mit viel frischer Luft, damit sie sich optimal entwickeln. Gießen und Düngen muss dem Bedarf der jeweiligen Sorte angepasst werden - sie sollten nicht überfüttert, aber auch nicht zu knapp gehalten zu werden.

Tipp:
Zu große Extreme in der Wasserversorgung sollte man vermeiden, denn das kann beispielsweise die Kalziumaufnahme stören, was dann die Blütenendfäule (schwarze Stelle am Grund der Frucht) zur Folge haben kann (diese Anfälligkeit ist auch sortenabhängig).

Erntezeitpunkt
Tomaten, die im Sommer nach viel Sonnengenuß geerntet werden, schmecken besser als solche, die im Dezember geerntet werden. Der optimale Erntezeitpunkt hinsichtlich Reifezustand ist nicht bei allen Sorten gleich. Die meisten Tomatensorten werden kurz vor oder bei Vollreife geerntet. Dann ist ihr Zucker-Säure-Verhältnis optimal und die Duft- und Aromastoffe voll ausgebildet. Es gibt aber auch Sorten, deren bestes Zucker-Säure-Verhältnis schon vorher erreicht wird, die werden noch etwas früher geerntet ('Maglia Rose', 'Marmandino' F1), um fruchtig frisch zu schmecken. Mit zunehmender Reife wird nämlich der Säuregehalt abgebaut und manche Sorten schmecken dann langweilig oder mehlig.

Der optimale Zeitpunkt ist also auch Geschmacksache bzw. hängt von der Art der Verarbeitung ab.

Lagerung
Tomaten sollten nicht im Kühlschrank aufbewahrt werden, denn dann verlieren sie viel von ihrem Geschmack und Aroma. Lediglich Tomaten, die schon überreif sind, für die man aber gerade keine Verwendung hat, kann man im Gemüsefach des Kühlschranks noch etwas aufbewahren, anstatt sie in wegzuwerfen - ihr Geschmack verändert sich dann kaum noch.

Und was sind Ihre Lieblingssorten und Tomatentipps?

Weitere Informationen

Dienstag, 23. Juni 2015

Wer Schmetterlinge im Garten mag, muss auch Raupen aushalten

Jeder liebt Schmetterlinge: diese eleganten Falter in schönen Farben, die bei Sonnenschein durch den Garten tanzen. Wir mögen auch den Schmetterlingsflieder Buddleija davidii - unter anderem deshalb, weil er diese schönen Tagfalter anlockt und wir uns an ihnen ergötzen können. Auf seinen Blütenständen lassen sie sich gerne nieder, und wir können sie in Ruhe beobachten und fotografieren.
 
Tagpfauenauge auf einem Blütenstand des Schmetterlingsflieder
Dabei vergisst man leicht, dass Schmetterlinge eine Jugendphase als Raupe haben, und Raupen sind sehr gefräßige Pflanzenfresser.

Einige von diese Raupen, wie die Kohlweißlinge, sind sogar unsere Nahrungskonkurrenten, denn sie fressen unsere Gartenpflanzen, die zur Familie der Kreuzblütler oder den Kapuzinerkressen gehören - also Kohl, Kohlrabi, aber auch Spinnenpflanze und eben Kapuzinerkresse. Vor allem die selteneren Schmetterlinge sind aber im Jugendstadium auf bestimmte (Wild-)Pflanzen spezialisiert.

Wer mehr Schmetterlinge in seinem Garten sehen möchte, der muss ihnen auch für das  Raupenstadium etwas zum Fressen bieten - entweder die entsprechenden Pflanzen und Wildkräuter im Garten anbieten oder sich in der Gemeinde dafür einsetzen, dass nicht jedes Wildkraut weggemäht, Bäume nicht bei jedem Raupenbefall gespritzt und nicht jede Freifläche zubetoniert oder mit Zierpflanzen aus der Gärtnerei bepflanzt wird.

Raupenfutterpflanzen (Beispiele) 

  • Admiral: Große Brennessel Urtica dioica
  • Apollofalter: Weiße Fetthenne Sedum album
  • Kleiner Fuchs: Große Brennessel Urtica dioica an trockenen, sonnigen Standorten 
  • Schwalbenschwanz: Blätter von Doldengewächsen wie Petersilie, Fenchel, Dill und (Wilde) Möhre 
  • Tagpfauenauge: Große Brennessel Urtica dioica an feuchten, sonnigen Standorten, gelegentlich Hopfen Humulus lupulus
  • Großer Eisvogel: Espen und Schwarz-Pappeln 
  • Großer Schillerfalter: Salweide Salix caprea 
  • Großer Kohlweißling: Kreuzblütler- und Kapuzinerkressengewächse
  • Kleiner Kohlweißling: Kreuzblütler-, Kapern-, Reseda-, Fuchsschwanz- und Kapuzinerkressengewächse
  • Zitronenfalter: Faulbaum Frangula alnus und Purgier-Kreuzdorn Rhamnus cathartica

Nektarpflanzen für die Schmetterlingsfalter (Beispiele) 

Neben dem Schmetterlingsflieder Buddleija davidii gibt es viele andere Nektarpflanzen für die erwachsenen Falter.

  • Frühjahr:
    Blaukissen, Küchenschelle, Leberblümchen, Mohn, Pfingstrose, Steinkraut und Veilchen, 
  • Sommer:
    Disteln, Dost, Flockenblume, Johanniskraut, lavendel, Sommeraster, Sonnenhut, Spornblume und Thymian
  • Herbst:
    Efeu, Fetthenne, Gaura, Goldrute, Herbstaster, Nachtkerze, Silberkerze und Wasserdost


Admiral an Schmetterlingsflieder
Überwinterung der Schmetterlinge 

Schmetterlinge überwintern als Falter, Puppe, Raupe oder Ei.

  • Als Falter überwinternde Arten wie der Kleine Fuchs, das Tagpfauenauge und der Zitronenfalter suchen Hohlräume z. B. in Bäumen oder Holzschuppen auf. 
  • Die als Puppe überwinternden Arten wie der Schwalbenschwanz und die Weißlinge hängen sich mit einem Spinnfäden an Pflanzenstengel fest - ein guter Grund, nicht alle Beete im Herbst raziputz von abgestorbenen Staudenresten zu säubern. 
  • Als Raupen überwinternde Arten wie die Bläulinge und der große Schillerfalter verkriechen sich oder hängen sich wie die Puppenüberwinterer per Gespinnstfaden an Pflanzenteile. 
  • Als Ei mit einer fertigen Raupe darin überwintert beispielsweise der Apollofalter.


Fazit

Ein schmetterlingsfreundlicher Garten ist abwechslungsreich, naturnah mit "Wildnisecken" und auch über den Winter nicht zu aufgeräumt. Außerdem sollte nicht jede Raupe sofort abgesammelt oder vernichtet werden. Es könnte daraus ein schöner Schmetterling werden.
Linktipp: Welche Raupe ist das - nach Monaten

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Montag, 22. Juni 2015

Zucchini im Kübel anbauen - runde, gelbe Zucchinisorte 'Floridor'

Jedes Jahr führe ich auf meiner Terrasse kleine Experimente mit Pflanzen im Kübel durch. Dieses Jahr baue ich unter anderem eine Zucchinisorte mit gelben, runden Früchten im Kübel an.


Zucchini-Sorte 'Floridor' im Kübel. Auch die sattgelben Blüten sind essbar.
Sie können gefüllt werden. Aufnahme vom 9.6.2015

Zucchini allgemein

Die Zucchini Cucurbita pepo aus der Familie der Kürbisgewächse ist eng mit dem Kürbis und der Gurke verwandt, aber zum Glück nicht so kälteempfindlich wie Gewächshausgurken.

Zucchini mögen gut strukturierten, humosen Boden, der gut Wasser und Nährstoffe speichern und zur Verfügung stellen kann und nicht zur Vernässung neigt.

Ausgesät wird am besten Ende April in Töpfe an einem geschützten Platz wie einem Gewächshaus. Es werden drei Samen pro Topf/Saatstelle in die Erde gedrückt und leicht mit Erde bedeckt. Nach dem Auflaufen wird nur die stärkste Pflanze stehen gelassen. Ins Freie sollten die Zucchinipflanzen erst nach den Eisheiligen ab Mitte Mai.

Zucchini haben einen hohen Nährstoffbedarf - sie sind Starkzehrer! - weswegen sie auch gerne auf einem halbreifen Komposthaufen gepflanzt werden. Sie benötigen viel Platz, weswegen man sie im Beet im Abstand von 80 x 40 cm sät. Die Erntezeit beginnt dann normalerweise Mitte Juli.

Zucchini im Kübel

Die Daten zu meinem Zucchini-Anbau im Kübel auf der Terrasse (funktioniert genau so auch auf dem Balkon oder einem kleinen Hochbeet beim Urban Gardening in der Stadt):

Sorte: 'Floridor' F1-Hybride aus der Serie Kiepenkerl Profiline,
Züchter laut EU-Datenbank: Gautier Semences in Eyragues/Frankreich
Aussaat: am 20.4.2015 3 Samen in einen großen Kübel zusammen mit einer Süßkartoffelknolle in der anderen Ecke des Gefäßes. Im gleichen Kübel ging auch noch eine Kapuzinerkresse (selbst ausgesät) auf. Nur die schnellste und stärkste Zucchinipflanze behielt ich, die anderen beiden entfernte ich nach und nach.
Standort: Terrasse auf der Südseite des Hauses vor einem bodentiefen Fenster, Sonne von ca. 11 bis 16.30 Uhr. An extrem heißen (windstillen) Tagen wird ein großer Sonnenschirm aufgespannt. Weil der Standort warm und geschützt ist, stand der Kübel mit den Zucchinis vom Tag seiner Aussaat Ende April an dort draußen - es drohte niemals Frostgefahr.
Als Erde verwende ich eine Bio-Erde ohne Torf, in der letztes Jahr schwach wachsende Tomaten und Stangenbohnen angebaut worden waren.
Bewässerung: täglich per Gießkanne
Düngung: nach Bedarf (abhängig von Blattfarbe und Wüchsigkeit) mit einem pflanzlichen organischen Festdünger und einem Flüssigdünger für Kräuter.

Beobachtungen
Alle drei ausgelegten Samen keimten hervorragend und entwickelten schöne, kräftige, gesunde Pflanzen. Ich entfernte zunächst die langsamste und kleinste, dann die zweitkleinste, damit die stärkste Pflanze möglichst viel Platz haben würde, den sie ja mit einer Süßkartoffelpflanze und einer Kapuzinerkresse teilen muss.
Ernteverlauf: Der Fruchtansatz war schon bei der kleinen Pflanze außerordentlich stark, was aber bei den ersten Früchten (Ernte Mitte Juni!!!) auf Kosten der Fruchtgröße ging. Drei kleine Früchte konnte ich schon ernten, allerdings hatten die nur Tischtennisballgröße und nicht, wie auf der Packung beschrieben Apfelgröße. Ich konnte sie allerdings nicht weiterwachsen lassen, weil die Blüte bereits verwelkt war und es aussah, als würden die Früchte nicht mehr weiterwachsen.
Die nächsten Früchte scheinen aber größer zu werden. Ich werde hier darüber berichten.

Zucchini 'Floridor' im Kübel. Links im Kübel sieht man die
Blätter der dunkellaubigen Süßkartoffel.
Aufnahme vom 22.6.2015.

Verwendung/Zubereitung von Zucchinis

Die essbaren Blüten und die ausgehöhlten Früchte können - beispielsweise mit einer herzhaften Hackfleisch- und/oder Reis-Zucchini-Tomaten-Knoblauch-Mischung gefüllt und im Backofen gegart und mit Käse überbacken werden. Genauso kann man sie aber auch in Scheiben geschnitten in Olivenöl mit oder ohne Knoblauch sanft anbraten und als Teil einer italienischen Vorspeise servieren. Und wie alle Zucchinis kann man auch diese Zucchinis in Scheiben geschnitten als Teil eines mediterranen Mischgemüse mit Tomaten, Paprika und Auberginen dünsten (eventuell mit Salami, Krabben oder Muscheln aufwerten) und zu Nudeln oder Reis reichen.

Nachtrag 10.8.2015
Die Pflanze hat sich zwar weiterhin sehr schön entwickelt, doch entspricht die Zucchinigröße nicht meinen Vorstellungen: Die Früchte werden maximal so groß wie eine Aprikose und es sind auch nicht sehr viele. Ob es an der Sorte 'Floridor' oder an der wochenlangen extremen Hitze, die derzeit auf der Südseitenterrasse herrscht, sowie am zusätzlichen Stress durch die beengte Situation im Kübel liegt, kann ich leider nicht sicher sagen.

Beim Anbau von Zucchini im Kübel muss der hohe Wasser- und Nährstoffbedarf gedeckt werden, sonst wird die Ernte mager..


Donnerstag, 11. Juni 2015

Tomaten vom Balkon oder der Terrasse - die 10 besten Tipps

Leckeres Sommergemüse kann man auch vom Balkon oder der Terrasse ernten. Hier eine Anleitung, wie man Tomaten auf dem Balkon oder der Terrasse pflanzt, pflegt und erntet.

Balkon-Tomaten: Anleitung als Video bei YouTube


Tomatenanbau auf Balkon oder Terrasse ("Topfgarten") - die 10 wichtigsten Tipps:
  1. Die Tomaten-Jungpflanzen sollten gesund und kräftig sein.
    Das ist die beste Voraussetzung für gutes Wachstum und reiche Ernte. Wer keinen optimalen Standort für die Anzucht hat, sucht sich beim Gärtner die schönsten Pflanzen aus.
  2. Für Balkonkästen oder größere Töpfe nimmt man kleine, buschige Tomaten-Sorten wie 'Totem' oder 'Tumbling Tom'. In größere Kübel kann man höhere Buschtomaten wie die 'Maglia Rosa' oder hoch wachsende Stabtomaten wie die 'Tigerella' pflanzen. 
Kleine Balkontomate für Töpfe und Balkonkästen
  1. Wer von seinen Tomaten Samen für das nächste Jahr sammeln möchte, nimmt samenfeste Sorten, denn Hybridsorten würden in der nächsten Generation aufspalten, das bedeutet jede Pflanze aus den geernteten Samen hätte andere genetische Eigenschaften.
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  2. Wichtig ist, den Tomaten einen hellen und am besten auch regengeschützten Platz zu geben. Dann bleiben sie meist verschont von der Kraut- und Braunfäule und anderen Krankheiten. An extrem heißen Tagen sind viele Tomatensorten dankbar, wenn man ihnen einen Sonnenschirm aufspannt. 
  3. Höhere Tomatenpflanzen oder solche, die nicht selbst stehen können, benötigen eine Stütze – sie werden an Schnüren, Stäben oder Spiralstäben nach oben geleitet. 
Höhere und nicht selbststehende Sorten anbinden
  1. Tomaten gießt man am besten in den Wurzelbereich, nicht über die Blätter. Auch das hilft gegen Krankheiten vorzubeugen.
  2. Etwa drei Wochen nach der Pflanzung kann man mit etwas Kompost und Hornspänen oder einem organischen oder organisch-mineralischen Volldünger (fest der flüssig) düngen. Bei Bedarf wird das Düngen (mehrmals) wiederholt. Ein dringendes Anzeichen für Hunger sind helle Blätter und schwaches Pflanzenwachstum trotz optimalem Wachstumswetter. Ende August hört man mit dem Düngen auf. Stabtomaten werden dann auch oberhalb der 6. oder 7. Traube eingekürzt.
  3. Bei Stabtomaten werden die Seitentriebe (Geiztriebe) entfernt (siehe auch Ausgeizen - so geht's). 
  4. Die Befruchtung kann man durch vorsichtiges Schütteln der Pflanze am späten Vormittag verbessern. Bessere Befruchtung sorgt für mehr und größere Früchte.
  5.  Erntereif sind Tomaten, wenn sie sich an der Sollbruchstelle durch Gegendrücken leicht lösen lassen. 

Buchtipp: 
Tomaten für Garten und Balkon: Auswählen, anbauen, genießen*
Eva Schumann
Verlag Eugen Ulmer 2014
ISBN: 3-8001-8269-6


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